Seit 1979 auf dem Markt
Mercedes: Kultmodell bekommt kleinen Bruder
28.10.2026 – 13:08 UhrLesedauer: 2 Min.
Kompakter, günstiger, aber in der gleichen Optik: Die G-Klasse bekommt einen kleinen Bruder. Doch die Markteinführung lässt länger auf sich warten als geplant.
Nachwuchs mit Ende 40: Mercedes bringt einen kleinen Ableger der mächtigen G-Klasse auf den Markt. Der Marktstart des Geländewagens verzögert sich jedoch. Die ersten Fahrzeuge sollen im Frühjahr 2028 ausgeliefert werden. Ursprünglich hatte Konzernchef Ola Källenius das Modell für 2027 angekündigt.
Gleicher Look, kleinerer Maßstab
Der Geländewagen soll die klassische G-Klasse um eine praktischere und günstigere Variante ergänzen. Geplant ist eine Außenlänge von rund 4,50 Metern, was in etwa der Länge des Mercedes GLA entspricht. Optisch soll sich der Ableger am großen Original orientieren: aufrechte Karosserie, kurze Überhänge und ausgestellte Radkästen.
Zum Marktstart wird es Berichten zufolge ausschließlich eine Elektroversion geben. Die Ladeleistung soll mehr als 320 kW betragen. Angaben zur Batteriegröße und Reichweite liegen noch nicht vor. Später folgt auch eine Variante mit Verbrennungsmotor. Als Basis für eine Hybridversion kommt der 1,5-Liter-Vierzylinder-Turbobenziner des neuen CLA infrage. Dort leistet er 190 PS und entwickelt ein Drehmoment von 300 Nm.
Vom Waldweg auf den Boulevard
Als die G-Klasse 1979 auf den Markt kam, waren zunächst vor allem Förster und Feldjäger begeistert. Knapp 40 Jahre lang blieb der Geländewagen optisch nahezu unverändert. Erst 2018 kam es zum großen Modellwechsel. Und damit auch zu einer neuen Kundschaft. Denn die G-Klasse wurde immer stärker, immer edler – und immer teurer. Mittlerweile liegt der Basispreis bei rund 125.000 Euro, während exklusive Sondermodelle teils siebenstellige Beträge erzielen.

Im April 2023 lief beim Mercedes-Produktionspartner Magna Steyr in Graz die 500.000. G-Klasse vom Band. Nach einem großen technischen Facelift im Frühjahr 2024 wird der Geländewagen unter anderem mit Mildhybridmotoren und erstmals auch vollelektrisch weitergebaut.
Fast 50 Jahre nach dem Start folgt nun der nächste große Schritt. Der kleine G soll im Mercedes-Werk im ungarischen Kecskemét produziert werden. Das Werk wurde zuletzt für eine höhere Produktionskapazität ausgebaut. Der Einstiegspreis dürfte etwa halb so hoch liegen wie der des großen G-Modells.