Statt Einzugsermächtigung
Wie funktioniert die SEPA-Lastschrift?
Aktualisiert am 25.05.2021Lesedauer: 3 Min.
Früher hat man für wiederkehrende Rechnungen die Einzugsermächtigung genutzt. Heutzutage heißt das Verfahren SEPA-Lastschrift. t-online erklärt, was sich geändert hat.
Die Miete, die Telefonrechnung oder die Stromkosten: Um monatlich wiederkehrende Zahlungen nicht zu vergessen, können Sie eine Lastschrift nutzen. Damit erlauben Sie Ihrem Vermieter, die Miete von Ihrem Konto abzubuchen.
Wenn man von einer Lastschrift spricht, meint man die sogenannte SEPA-Lastschrift. Doch was hat es damit auf sich? Welche Vorteile bringt die Lastschrift? Und wie funktioniert sie überhaupt? t-online beantwortet die wichtigsten Fragen.
Was ist die SEPA-Lastschrift?
Die SEPA-Lastschrift ist ein EU-weiter Standard für Lastschriften. SEPA steht für „Single Euro Payments Area„, also „einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum“.
Dieses Verfahren wurde zum 1. Februar 2014 eingeführt und ersetzte die Einzugsermächtigung. Mit der SEPA-Lastschrift sind grenzüberschreitende Lastschriften – im SEPA-Raum – seitdem möglich (siehe unten).
Wie funktioniert eine SEPA-Lastschrift?
Eine SEPA-Lastschrift funktioniert so: Sie als Zahlender erteilen dem Zahlungsempfänger, etwa einem Onlinehändler, die Erlaubnis, einen Betrag von Ihrem Konto abzubuchen. Diese Erlaubnis nennt man auch SEPA-Lastschriftmandat.
Unterschied zur Einzugsermächtigung: Während eine Einzugsermächtigung auch per Telefon oder online erteilt werden konnte, ist dies im europaweiten SEPA-Verfahren nur schriftlich und mit persönlicher Unterschrift möglich. Das macht das SEPA-Verfahren sehr sicher.
Deshalb eignet sich eine Lastschrift besonders, wenn Sie wiederkehrende Rechnungen bezahlen müssen – etwa Strom oder Miete. Durch den EU-Standard ist dies ganz einfach und sicher im SEPA-Raum möglich.
Diese Länder gehören zum SEPA-Raum:
SEPA-Lastschrift und SEPA-Firmenlastschrift – Was ist der Unterschied?
Beim SEPA-Lastschriftverfahren werden zwei Wege unterschieden: die SEPA-Basis-Lastschrift und die SEPA-Firmenlastschrift.
Das SEPA-Basisverfahren ähnelt der ehemaligen Einzugsermächtigung und dient dem Geschäftsverkehr von Unternehmen und Kunden.
Die SEPA-Firmenlastschrift ist auf den Geschäftsverkehr unter Unternehmen ausgerichtet und soll die Geschäftsabwicklung von Unternehmen erleichtern. Die SEPA-Firmenlastschrift ähnelt dem früheren Abbuchungsverfahren. Damit geht einher, dass eine autorisierte Firmenlastschrift nicht auf dem einfachen Weg zurückgebucht werden kann (siehe unten).