Anna Kraft lebt seit 2015 mit der Krankheit
RTL-Moderatorin spricht über Applegates MS-Fehldiagnose
21.10.2026 – 15:21 UhrLesedauer: 2 Min.
Anna Kraft hat Multiple Sklerose (MS). Nun reagiert sie auf die Nachricht, dass bei Christina Applegate die Autoimmunerkrankung fälschlicherweise diagnostiziert worden war.
RTL-Sportmoderatorin Anna Kraft war nach eigenen Angaben im Jahr 2015 an MS erkrankt. Seit 2021 spricht sie öffentlich darüber und gibt auf Instagram regelmäßig Updates über ihren Gesundheitsstatus.
Christina Applegates Geschichte begann im Sommer 2021: Die aus der US-Sitcom „Eine schrecklich nette Familie“ bekannte Schauspielerin Christina Applegate lebte vier Jahre in dem Glauben, an Multiple Sklerose erkrankt zu sein. Ihr Gesundheitszustand habe sich allmählich so sehr verschlechtert, dass sie schließlich im Rollstuhl saß und nach eigener Aussage zeitweise die Kontrolle über ihren Körper verloren habe.
Vor kurzem habe sie erfahren, dass das eine Fehldiagnose gewesen sei, sagte Applegate in ihrem Podcast „Messy“. Erleichterung habe ihr das aber nicht gebracht: „Ich war überhaupt nicht glücklich“, sagte die 54-Jährige. Schließlich leide sie weiterhin unter gesundheitlichen Beschwerden – nun aber ohne Diagnose. „Wenn überhaupt, geht es mir in mancher Hinsicht sogar schlechter.“
Anna Kraft: „Erleichterung? Natürlich. Aber vielleicht auch Wut“
Anna Kraft bezog daraufhin Stellung zu der MS-Diagnose, die sich als falsch herausstellte. In einer Story postete die Moderatorin am Mittwoch einen Artikel zu Applegates Geschichte und kommentierte: „Was für eine Nachricht!“
Weiter schrieb Kraft: „Erleichterung? Natürlich. Aber vielleicht auch Wut. Fassungslosigkeit. Trauer um all die Jahre, in denen die Angst ein ständiger Begleiter war. Denn eine Diagnose steht nicht einfach nur auf einem Blatt Papier. Sie zieht ins Leben ein. In Gedanken, Entscheidungen, Beziehungen und Zukunftspläne.“
Mit Blick auf Erkrankungen wie MS ergänzte sie: „Und genau deshalb ist es so wichtig, bei einer Erkrankung wie MS sorgfältig hinzuschauen. Symptome richtig einzuordnen. Befunde kritisch zu prüfen. Und im Zweifel eine zweite Meinung einzuholen.“
Eine Frage habe die 41-Jährige ganz besonders angetrieben: „Was passiert mit einem Menschen, der jahrelang glaubt, MS zu haben, und dann erfährt, dass die Diagnose falsch war?“ Die zweifache Mutter könne sich „kaum vorstellen, was das emotional bedeutet …“
Multiple Sklerose ist eine chronisch-entzündliche Autoimmunerkrankung des zentralen Nervensystems. Sie kann sehr unterschiedlich verlaufen und unter anderem Beweglichkeit, Sehvermögen und Koordination beeinträchtigen.