Bundesliga am Sonntag
Freiburg verpasst Platz eins – Bayer gnadenlos effektiv
Aktualisiert am 18.10.2026 – 17:37 UhrLesedauer: 3 Min.
Der SC Freiburg verliert zum ersten Mal in dieser Bundesliga-Saison. Bei Leverkusen überragt ein ehemaliges DFB-Talent.
Der SC Freiburg hat den Sprung zurück an die Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga verpasst. Die Mannschaft von Trainer Julian Schuster unterlag Bayer Leverkusen verdient mit 1:2 (1:1). Dabei waren die Breisgauer zunächst früh durch Derry Scherhant (14. Minute) in Führung gegangen. Doch bereits fünf Minuten später vollendete Ibrahim Maza einen traumhaften Angriff der Leverkusener zum Ausgleich. In der 76. Minute glänzte der ehemalige deutsche Junioren-Nationalspieler Maza mit einem wunderbaren Dribbling als Vorbereiter für den Siegtreffer von Patrik Schick. Der Tscheche ist damit der erste Bayer-Profi, der an den ersten sechs Bundesliga-Spieltagen getroffen hat.
„Es tut sehr, sehr weh, auch wenn ich mich über mein Tor freue, überwiegt natürlich der Schmerz der Niederlage“, sagte Neu-Nationalspieler Scherhant bei Dazn. „Wir haben zu viele einfache Fehler gemacht.“ Bester Laune war hingegen der überragende Maza: „Wir haben gezeigt, was wir können“, meinte er bei Dazn.
Damit stehen beide Teams mit jeweils 13 Punkten auf Rang drei und vier in der Tabelle der Bundesliga.
So lief das Spiel
Bundestrainer Jürgen Klopp sah als Zuschauer auf der Tribüne bereits nach drei Minuten eine Spielunterbrechung. Aus Protest gegen Materialverbote im Leverkusener Stadion, die unter anderem Fahnen betreffen, flogen Tennisbälle aus dem Gästeblock auf den Rasen. Sichtlich verärgert suchte Freiburgs Trainer Julian Schuster den Weg zum Gästeblock und machte seinem Unmut über die Aktion Luft. Nach rund fünf Minuten wurde die Partie fortgesetzt.
Nach den internationalen Siegen beider Teams am Donnerstag wirkte es zunächst, als würden sie die Partie ruhig angehen. Doch schon nach weniger als 15 Minuten nutzen die Gäste eine Lücke in der Leverkusener Defensive: Philipp Treu schickte Jan-Niklas Beste über rechts in die Tiefe, bekam den Ball zurück und legte quer. Völlig frei am zweiten Pfosten traf Scherhant zur Freiburger Führung.

Doch Leverkusen antwortete prompt auf den Rückstand. Nach einem Missverständnis zwischen Matthias Ginter und Igor Makengo spitzte Moussa Diaby dazwischen und legte im Strafraum quer auf Schick. Der Tscheche ließ den Ball per Hacke für Maza abtropfen, der mit dem Außenrist zum 1:1 vollendete. Beide Teams zeigten damit pure Effizienz: Jeder erzielte mit seinem ersten Torschuss direkt einen Treffer.
Nicht nur beim Spielstand begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe, auch sonst verlief die Partie ausgeglichen. Dank guter Defensivarbeit gab es nur wenige Chancen. Schick köpfte nach einem Freistoß an den Pfosten (40.), ehe der Schiedsrichter auf Stürmerfoul entschied. Ein Fehlpass von Beste ermöglichte Alfonso Moreira kurz vor der Pause eine Chance (45.), doch der Freiburger machte seinen Fehler mit einer starken Abwehraktion selbst wieder wett.