Überlebenschance bei Blutkrebs
Wie sich Leukämie auf die Lebenserwartung auswirkt
Aktualisiert am 16.10.2026 – 16:34 UhrLesedauer: 2 Min.
Bei der Therapie von Leukämie hat sich so viel getan, dass die Lebenserwartung mancher Betroffener fast normal ist. Genaue Prognosen bleiben aber schwierig.
Bei einer Leukämie – auch Blutkrebs genannt – bilden sich im Knochenmark statt intakter weißer Blutkörperchen ungehemmt mehr oder minder funktionsunfähige Blutzellen. Diese Leukämiezellen verdrängen zunehmend die gesunden Blutzellen. Zudem können sie sich über das Blut im ganzen Körper ausbreiten. Bleibt die Leukämie unbehandelt, verläuft sie meist tödlich.
Leukämieformen haben sehr verschiedene Prognosen
Fortschritte in der Diagnose und Behandlung der Leukämie haben die Überlebenschance deutlich erhöht. Dennoch gilt nach wie vor: Wie sehr eine Leukämie die Lebenserwartung verringert, hängt stark von der Form der Krebserkrankung ab. So verursachen akute Leukämieformen plötzlich heftige Symptome und können schnell tödlich verlaufen, während chronische Formen sich langsam entwickeln und meist länger unbemerkt bleiben.
Die vier Hauptformen von Leukämie sind:
- akute lymphatische Leukämie (ALL)
- akute myeloische Leukämie (AML)
- chronische lymphatische Leukämie (CLL)
- chronische myeloische Leukämie (CML)
Die akute lymphatische Leukämie ist bei Kindern die häufigste Form von Blutkrebs. Im Kindesalter ist sie meist heilbar. Im Erwachsenenalter sinkt die langfristige Überlebenschance zwar mit zunehmendem Alter, doch insgesamt kann immerhin die Hälfte der Erwachsenen mit einer Heilung rechnen.
Die akute myeloische Leukämie betrifft überwiegend Erwachsene. Die Lebenserwartung der Betroffenen ist statistisch ebenfalls umso höher, je jünger sie sind. Doch auch bei verringerter Überlebenschance lässt sich die Lebenszeit noch deutlich verlängern und die Lebensqualität verbessern.
Die chronische lymphatische Leukämie verläuft oft so langsam, dass die Lebenserwartung längere Zeit praktisch unverändert sein kann. Und selbst wenn die Erkrankung fortschreitet oder Probleme bereitet, lässt sie sich meist langfristig gut zurückdrängen – wenn auch nicht völlig heilen.
Letzteres gilt auch für die chronische myeloische Leukämie. Die Lebenserwartung der Betroffenen entspricht jedoch inzwischen annähernd der von gesunden Menschen – vorausgesetzt, die Therapie drängt die Erkrankung dauerhaft zurück.