„Wie lächerlich ist das?“
AfD-Politiker verteidigt Siegmund im Streit um Kölner ZDF-Reporter
13.10.2026 – 02:01 UhrLesedauer: 1 Min.
Der Streit um den Kölner „heute-show“-Reporter Fabian Köster eskaliert weiter. Ein AfD-Politiker nennt die Vorwürfe nun „lächerlich“.
Der AfD-Politiker Markus Frohnmaier hat auf „X“ die Kritik des Deutschen Journalistenverbands (DJV) an Ulrich Siegmund zurückgewiesen. „Wie lächerlich ist das?“, schreibt er. Der DJV verurteile Siegmund für dessen Ansage gegenüber dem Kölner ZDF-Reporter Fabian Köster.
Nach Frohnmaiers Darstellung hat Siegmund angekündigt, die „Rundfunk-Zwangsgebühren“ abzuschaffen, sodass sich Köster dann einen neuen Job suchen müsse. Frohnmaier fragt: „Was ist das für eine Logik?“ und schreibt weiter: „Wir als AfD werden den Rundfunkbeitrag abschaffen!“ Einen Zeitplan nennt der Post nicht.
AfD will Medienstaatsvertrag kündigen
Auslöser des Streits ist ein Vorfall im Landtag von Sachsen-Anhalt: Siegmund hatte Köster nach der konstituierenden Sitzung in Magdeburg nahegelegt haben, sich einen neuen Job zu suchen. Dabei verwies er auf die von der AfD geplante Kündigung des Medienstaatsvertrags.
- Fabian Köster: Wie er in Köln durch einen Zufall zum TV-Star wurde
Der DJV wirft Siegmund vor, Köster unter Druck gesetzt zu haben. DJV-Bundesvorsitzender Mika Beuster erklärte: „Erst kritische Journalisten unter Druck setzen, dann Sender abwickeln wollen: Das ist kein Medienkonzept, das ist pure Einschüchterung“. Laut Beuster überschreitet eine rote Linie, wer kritische Berichterstattung mit der beruflichen Existenz verknüpft.
Köster konterte und sprach die Vetternwirtschaftsaffäre der AfD an, wie ein am Freitagabend ausgestrahlter Beitrag der „heute-show“ zeigt. Berichten zufolge soll ihn anschließend ein Team des AfD-nahen Portals „Deutschland-Kurier“ durch die Gänge des Landtags verfolgt haben. Der DJV sieht das mit Sorge und forderte die Verantwortlichen in den Landtagen auf, den Schutz der journalistischen Arbeit sicherzustellen.