„Ich habe gezittert“
Ski-Star hatte Sprachprobleme nach Viruserkrankung
09.10.2026 – 07:16 UhrLesedauer: 2 Min.
Sofia Goggia kämpft seit Wochen mit den Folgen einer schweren Doppel-Infektion. Die Italienerin gibt Einblicke in die Folgen.
Olympiasiegerin Sofia Goggia hat erneut über ihre schwierige gesundheitliche Lage gesprochen. Bei einem Medientermin ihres Ausrüsters Atomic sagte die 33-Jährige: „Ich war ziemlich besorgt, weil ich wirklich starke neurologische Symptome hatte. Ich habe gezittert, konnte keine Treppen steigen und es gab Tage, an denen ich nur sehr langsam gesprochen habe, weil ich meine Gedanken durcheinandergebracht habe.“
Zum Saisonstart in Sölden in zwei Wochen wird sie wohl noch nicht wieder fit sein. „Ich fühle mich langsam besser, aber ich brauche definitiv noch Zeit, weil ich immer noch einige neurologische Beschwerden habe“, sagte die Speed-Spezialistin.

Goggia hatte sich im Trainingslager in Südamerika Anfang September mit gleich zwei Viren infiziert, darunter das Parvovirus B19, das bei Erwachsenen nur selten vorkommt. Sie klagte über Unwohlsein und brach das Trainingslager in Absprache mit der medizinischen Abteilung des italienischen Skiverbands (Fisi) ab. Eigentlich hätte Goggia aus Argentinien nach Chile weiterreisen sollen, um sich perfekt auf die anstehende Saison vorzubereiten.
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Schon in der vergangenen Woche hatte sie bei Sky Sport bereits erste Einblicke in die Folgen der Infektion gegeben. „Ich habe Tage, an denen es mir besser geht, und andere, an denen ich aufstehe und mich völlig am Boden fühle.“ Sie müsse sich nun Zeit geben, so Goggia.
Goggias langjährige Dominanz in der Abfahrt
Die Italienerin zählt zu den Topfavoritinnen in der Abfahrt in den Speed-Disziplinen Abfahrt und Super-G. Bei den Olympischen Spielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo holte sie dieses Jahr die Bronzemedaille, vor vier Jahren in Peking war es noch Silber, in Pyeongchang vor acht Jahren sogar Gold. Vergangenes Jahr holte sie den Weltcup im Super-G, wurde Siebte in der Abfahrt, die sie von 2020 bis 2023 dominiert hatte.
Die beste deutsche Skirennfahrerin ist zweifellos Emma Aicher, die vergangenes Jahr Zweite in der Abfahrt und im Gesamtweltcup wurde. Die 22-Jährige holte zudem Olympia-Silber in der Abfahrt und in der Team-Kombination, zählt zu den größten Hoffnungen im deutschen Wintersport. Das will sie auch in der kommenden Saison unter Beweis stellen.