Debatte um einstigen Superstar
Effenberg schießt gegen Ronaldo: „Er kapiert es nicht“
07.10.2026 – 18:35 UhrLesedauer: 2 Min.
Stefan Effenberg wundert sich über das Verhalten von Cristiano Ronaldo. Als Positiv-Beispiel führt der Ex-Bayern-Kapitän ausgerechnet dessen langjährigen Rivalen heran.
Beim „Fußball-Kongress“ in Stuttgart äußerte sich Stefan Effenberg kritisch zu Cristiano Ronaldos Entscheidung, auch im hohen Fußballeralter weiterzuspielen. Die WM in den USA, Kanada und Mexiko habe gezeigt, dass der Portugiese nicht mehr an frühere Leistungen anknüpfen könne.
Ronaldo sei „nicht mehr der Ronaldo, so wie wir ihn so schön in Erinnerung haben“, sagte der TV-Experte. Ein Spieler müsse irgendwann erkennen, dass die Zeit zum Aufhören reif sei. „Aber er kapiert es nicht.“
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Lionel Messi sei dieser Schritt hingegen gelungen, so Effenberg weiter. Der Argentinier feierte in dieser Woche im Alter von 39 Jahren einen großen Abschied von der Nationalmannschaft seines Landes. Beim 3:1 gegen Benin erzielte er ein Tor und bereitete zwei weitere vor. „Und deshalb wird Messi über ihm stehen“, sagte Effenberg.
WM 2030? „Das wird nicht funktionieren“
Ronaldo hatte das portugiesische Team in der vergangenen Woche verlassen. Zuvor war er beim 2:1 im Nations-League-Spiel in Norwegen nicht eingesetzt worden. Trainer Jorge Jesus zeigte sich offen für eine Rückkehr seines Kapitäns. Der Profi von al-Nassr FC in Saudi-Arabien warf dem Coach am Dienstag jedoch Wortbruch vor, will seine Länderspielkarriere trotzdem fortsetzen.
Effenberg glaubt, Ronaldo verfolge ein Ziel, das er nicht mehr erreichen könne: den Weltmeistertitel mit Portugal. Bei der Jubiläums-WM 2030 wäre er bereits 45 Jahre alt. „Das wird nicht funktionieren“, sagte Effenberg. Der Konflikt helfe keinem der Beteiligten – „weder der portugiesischen Nationalmannschaft, noch dem Verband, noch Ronaldo selbst“, erklärte der frühere Profi des FC Bayern München.