WG-Zimmer kostet im Schnitt 526 Euro
Mieten für Studenten werden immer stärker erhöht
30.09.2026 – 17:38 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein WG-Zimmer in Aachen kostet inzwischen 526 Euro warm. Die Mieten steigen weiter – und liegen deutlich über der BAföG-Wohnkostenpauschale.
Die Mieten für Studierende in Aachen wurden im ersten Halbjahr 2026 weiter erhöht. Ein WG-Zimmer in der Kaiserstadt kostet im Schnitt 526 Euro warm. Das geht aus dem „Studentenwohnreport 2026“ hervor. Damit verteuerten sich die qualitätsbereinigten Mieten in Aachen binnen eines Jahres um 4,7 Prozent. Der Report stammt vom Finanzdienstleister MLP und dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln.
Für Studierende mit BAföG wird sich damit die Finanzierung der Wohnung deutlich erschwert. Die Wohnkostenpauschale liegt im Bafög bei 380 Euro. Schon ein durchschnittliches WG-Zimmer in Aachen kostet damit 146 Euro mehr als die Pauschale.
WG-Zimmer in Köln und Münster noch teurer
Auch in anderen Hochschulstädten Nordrhein-Westfalens liegen die Preise deutlich über der Pauschale. Am teuersten ist ein WG-Zimmer unter den untersuchten NRW-Standorten in Köln. Dort werden im Schnitt 672 Euro warm fällig. In Münster sind es 606 Euro, in Düsseldorf 563 Euro. Bonn kommt auf 514 Euro, Bielefeld auf 427 Euro. Vergleichsweise günstig ist Bochum mit durchschnittlich 386 Euro.
Und auch bei kleinen Wohnungen reicht die BAföG-Pauschale nicht aus. Eine 30 Quadratmeter große Musterwohnung kostet in Köln im Schnitt 714 Euro warm. In Münster sind es 663 Euro und in Düsseldorf 613 Euro. Selbst in Bochum, dem günstigsten der sieben untersuchten NRW-Standorte, werden 448 Euro fällig.
Mieten werden in fast allen NRW-Städten erhöht
Neben Aachen verzeichnet der Report besonders starke Anstiege in Bochum und Bonn. In Bochum erhöhten Vermieter die qualitätsbereinigten Mieten gegenüber dem Vorjahr um 6,5 Prozent, in Bonn um 6,1 Prozent. Auch Münster mit 3,1 Prozent, Bielefeld mit 2,9 Prozent und Düsseldorf mit 1,0 Prozent lagen über dem Vorjahresniveau. Nur in Köln sanken die qualitätsbereinigten Mieten leicht um 0,8 Prozent.
Über einen Zeitraum von drei Jahren sind die Mieten laut Report jedoch an allen sieben untersuchten NRW-Standorten deutlich gestiegen. Bei den qualitätsbereinigten Mieten rechnen die Autoren Veränderungen der angebotenen Wohnungsqualität heraus. Die Daten beruhen auf öffentlich inserierten Neuvertragsmieten an insgesamt 38 Hochschulstandorten. Grundlage ist die Datenbank der Value AG.