Trotz Nominierung für Deutschland
DFB-Hoffnungsträger erwägt wohl Verbandswechsel
Aktualisiert am 21.09.2026 – 16:06 UhrLesedauer: 2 Min.
Paris Brunner startet in Frankreich durch. Beim DFB gilt er als Hoffnungsträger, doch der Verband könnte leer ausgehen.
Sechs Tore in sieben Pflichtspielen in dieser Spielzeit, mit Monaco auf dem ersten Platz der Ligue-1-Tabelle: Für Paris Brunner hätte die Saison 2026/27 nicht besser starten können. Vor den anstehenden Länderspielen kommen jetzt Gerüchte über einen möglichen Verbandswechsel zur DR Kongo auf.
Der Träger der Fritz-Walter-Medaille in Gold aus dem Jahr 2023 für den besten deutschen Nachwuchsspieler seines Jahrgangs wird laut „Kicker“ vom Heimatland seiner Mutter seit Monaten umworben. Demnach sei Brunner nicht abgeneigt, für die Afrikaner aufzulaufen. Vorerst tritt er aber für die deutsche U21 an, für die er zu dieser Länderspielpause erstmals berufen wurde.
Die Nominierung Brunners für die U21-Nationalmannschaft kann als erstes Zeichen einer Zukunft im DFB-Dress gesehen werden, keinesfalls aber als finale Entscheidung. Nach Kenan Yildiz, Can Uzun (beide Türkei), Paul Wanner (Österreich) oder Ibrahim Maza (Algerien) könnte der DFB das nächste große Talent an eine andere Nation verlieren.
Brunner glänzt mit Leistung, ist aber nicht frei von Kritik
Brunner hat seinen Stammplatz in Monaco in diesem Sommer aufgrund von guten Leistungen in der Vorbereitung und Verletzungen seiner direkten Konkurrenten erhalten. Das in ihn gesetzte Vertrauen zahlte der 20-Jährige umgehend zurück und hat maßgeblichen Anteil am derzeitigen Höhenflug der AS Monaco. Der Angreifer besticht durch seine Schnelligkeit und seine Abschlussqualität.
Diese Fähigkeiten waren auch schon in Dortmund zu sehen, Brunner spielte vier Jahre in der Nachwuchsabteilung des BVB. In dieser Zeit wurde der gebürtige Dortmunder mit Deutschland U17-Weltmeister und zum besten Spieler des Turniers gewählt. Auch den EM-Titel gewann er mit den DFB-Junioren.
Brunner fiel jedoch nicht nur in sportlicher Hinsicht auf. In seiner Zeit bei den Schwarz-Gelben wurde Brunner „aus disziplinarischen Gründen“ suspendiert. Auch in Monaco bleiben die Diskussionen um sein Verhalten. Beim 1:1 gegen Racing Straßburg brachte Brunner die gegnerischen Fans gegen sich auf, als er nach seinem Treffer eine Kopf-ab-Geste in deren Richtung zeigte. Der Fall landete vor dem Disziplinarausschuss. In dieser Woche wird über die Strafe gegen Brunner entschieden.