Werden die Tiere in Deutschland heimisch?
Polizei staunt über Elch an Bundesstraße
09.09.2026 – 16:51 UhrLesedauer: 2 Min.
Mit mächtigem Geweih und stolzem Blick: In Sachsen-Anhalt zeigt sich ein besonderer Einwanderer. Ein Autofahrer dokumentiert den Auftritt.
Die Polizei spricht von einer „eher außergewöhnliche Meldung“: Am Dienstagnachmittag hat ein Autofahrer einen Elch an der Bundesstraße 190 im Altmarkkreis Salzwedel gesichtet und der Polizei Bescheid gegeben.
Das Tier stand demnach zwischen dem Ortsteil Kläden der Stadt Bismark und Binde, einem Ortsteil der Stadt Arendsee. Der Autofahrer hielt die Sichtung mit Foto- und Videoaufnahmen fest. Als die Beamten vor Ort ankamen, war das Tier allerdings bereits verschwunden.
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„Der Bereich wurde durch die Polizei überprüft“, heißt es in der Mitteilung des Polizeireviers Salzwedel. „Der Elch konnte bislang nicht mehr gesehen werden.“
Elch-Experten warten auf Begegnung von Männchen und Weibchen
Bereits seit einigen Jahren nehmen die Elchsichtungen in Deutschland zu. Immer wieder kommen laut dem Naturschutzbund Deutschland (Nabu) einzelne Tiere aus Osteuropa über die Grenze ins Land: Im Sommer durchschwimmen sie demnach Oder und Neiße, im Winter laufen sie über das Eis. Insbesondere im dünn besiedelten Brandenburg seien die Bedingungen für Elche dank Feuchtwiesen und Moorwäldern ideal.
Diesen Juni meldeten Brandenburger Wildtierexperten einen neuen Rekord: Fünf Elche streiften gleichzeitig durch das Bundesland. Die Fachleute glauben, dass es gute Chancen gibt, dass sich die Tiere dauerhaft in Deutschland ansiedeln.
„Kommt es während der Brunft zur Begegnung von Männchen und Weibchen, könnte erstmals seit Jahrzehnten wieder eine kleine Population entstehen“, sagte der Wildbiologe Frank-Uwe Michler von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde der Deutsche Presse-Agentur. Woher der nun in Sachsen-Anhalt gesichtete Elch stammt, ist unklar.