Krimi bei den US Open
Zverev verhindert Erstrunden-Aus gerade so
02.09.2026 – 10:05 UhrLesedauer: 2 Min.
Alexander Zverev entgeht einer Erstrunden-Pleite in New York nur ganz knapp. Nach dem Fünfsatz-Krimi zieht er dennoch ein positives Fazit.
Abgekämpft, aber zufrieden machte sich Alexander Zverev nach seinem fast fünfstündigen Kraftakt auf den Weg durch die Katakomben des Arthur Ashe Stadiums. Eigentlich wollte der Hamburger nach seinem Erstrundensieg bei den US Open nur noch ins Bett – doch er nahm sich noch kurz Zeit für eine Analyse. „Das“, sagte Zverev weit nach 2 Uhr Ortszeit in New York, „war ein Match, das ich gebraucht habe“.
Dass es in dieser langen Night Session von Flushing Meadows so intensiv geworden war, schien ihn dabei nicht zu ärgern. Schon am Donnerstag steht gegen den Franzosen Quentin Halys das nächste Match an.
Sonego stand schon kurz vor dem Sieg
Das 6:4, 3:6, 6:7 (7:9), 7:5, 6:4 gegen den hartnäckigen Lorenzo Sonego, der zwischenzeitlich nur zwei Punkte vom Matchgewinn entfernt war, soll Zverev für den weiteren Turnierverlauf helfen – auf seinem Weg zum erhofften zweiten Grand-Slam-Titel.
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„Ich hoffe, dass ich jetzt weiter mein Level steigern kann nach diesem Spiel“, sagte der Hamburger. Zverev hatte sein erstes Erstrunden-Aus in New York seit 2015 gerade noch verhindert und fiel seinem Gegner anschließend am Netz um den Hals. Zverev ergänzte: „Es ist auf jeden Fall Luft nach oben. Ich habe mehr Rückhände verschlagen als sonst.“
Zverev: „Sehr gutes, aber intensives Jahr“
Dass Zverev sein Beinahe-Aus so entspannt hinnahm, hatte auch damit zu tun, dass er eine Erklärung dafür hatte. „Ich habe ein sehr gutes, aber intensives Jahr gehabt. Nach Wimbledon habe ich mich vielleicht ein bisschen zu sehr entspannt und es ist schwer, dann wieder reinzukommen“, sagte der French-Open-Sieger und Finalist vom Rasenklassiker in London. „Deshalb war es extrem wichtig, so ein Match zu gewinnen.“
Im Vorfeld des Turniers hatte Zverev in Montréal und Cincinnati jeweils früh verloren. Bei den US Open aber will er Match für Match besser in Schwung kommen. Gegen Sonego, der stark aufspielte, lief noch einiges nicht rund. Zverev leistete sich schwerwiegende Doppelfehler, nutzte einige seiner zahlreichen Breakchancen nicht konsequent genug und hatte auch Probleme mit seiner sonst so verlässlichen Rückhand.
Gegen Halys soll das besser laufen. Der Franzose ist für Zverev ein alter Bekannter. Den heutigen Weltranglisten-52. hatte er unter anderem bei seinem Titel-Lauf bei den French Open in Paris bezwungen. Damals brauchte Zverev dafür vier Sätze. Am Donnerstag soll es möglichst schneller gehen – die lange Nachtschicht gegen Sonego dürfte ihm noch in den Knochen stecken.