Vor US Open
Eva Lys verließ Hamburg – jetzt nennt sie die Gründe
29.08.2026 – 21:23 UhrLesedauer: 2 Min.
Eva Lys ist vor zwei Monaten von Hamburg nach Monaco gezogen. Nun spricht die Tennisprofispielerin über ihre Entscheidung – und über Probleme in ihrer Heimatstadt.
Eva Lys hat ihren Abschied aus Hamburg unter anderem mit den aus ihrer Sicht mangelhaften Trainingsbedingungen in der Hansestadt begründet. „Ich war eine Top-40-Spielerin, die keine Ahnung hatte, wo sie in Hamburg trainieren darf“, sagte die 24-Jährige vor Beginn der US Open in New York. „Die Professionalität in der Gegend ist für das Level einfach nicht vorhanden.“
Die in Kiew geborene und in Hamburg aufgewachsene Tennisspielerin war vor rund zwei Monaten nach Monaco gezogen. Dort könne sie mit Spitzenspielerinnen wie der Ukrainerin Marta Kostjuk und der Italienerin Jasmine Paolini trainieren. Zudem seien die Bedingungen stärker auf die Bedürfnisse von Profis abgestimmt.
Lys vermisst gutes Tenniszentrum
In Hamburg gebe es dagegen „einfach kein gutes Tenniszentrum“, sagte Lys. Sie habe immer wieder Probleme gehabt, Trainingsplätze zu bekommen. Auch ein für Profis geeignetes Fitnessstudio habe ihr gefehlt. „Ich hatte nie konstant ein Gym, das für Profis tauglich ist“, sagte Lys. Es gebe lediglich kleinere Fitnessräume mit teilweise stark veralteter Ausstattung.
Neben den sportlichen Bedingungen spielte auch das Klima eine Rolle bei ihrem Umzug. Lys leidet an einer rheumatischen Autoimmunerkrankung. Das Wetter in Monaco wirke sich nach ihren Angaben positiv auf ihren Körper aus. „Mit Sonne aufzuwachen, ist für meinen Körper anders“, sagte Lys. „Mein größtes Problem mit meinem Rheuma ist meine Morgensteifigkeit.“
Hamburg bleibt für Lys Zuhause
Ganz den Rücken kehren will Lys ihrer Heimatstadt dennoch nicht. „Ich liebe diese Stadt, es wird für immer mein Zuhause bleiben“, sagte sie. Das Hamburger Wetter sei für ihre Krankheit jedoch „immer wieder katastrophal“ gewesen.
Bei den US Open trifft die Weltranglisten-98. in der ersten Runde auf die tschechische Qualifikantin Gabriela Knutson.