Forsa-Umfrage
Mehrheit erwartet Verschlechterung von Berlins Wirtschaft
24.08.2026 – 07:21 UhrLesedauer: 2 Min.
Eine neue Umfrage zeigt, wie die Wahlberechtigten auf Berlins wirtschaftliche Zukunft blicken. Bei einer Gruppe fällt das Urteil besonders deutlich aus.
Eine Mehrheit der Wahlberechtigten blickt pessimistisch auf die wirtschaftliche Entwicklung Berlins. 54 Prozent erwarten, dass sich die wirtschaftlichen Verhältnisse in der Hauptstadt in den kommenden Jahren verschlechtern werden. Das zeigt eine neue Umfrage des Forsa-Instituts im Auftrag von t-online vor der Abgeordnetenhauswahl am 20. September.
Nur 8 Prozent rechnen demnach mit einer Verbesserung. Etwa jeder Dritte (32 Prozent) geht allerdings davon aus, dass die wirtschaftlichen Verhältnisse in etwa so bleiben wie heute.
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Unterschiede zwischen den Altersgruppen
Bei den Erwartungen an die wirtschaftliche Entwicklung Berlins zeigen sich Unterschiede zwischen den Altersgruppen. Mehr als die Hälfte der 16- bis 29-Jährigen und der 45- bis 59-Jährigen (jeweils 57 Prozent) erwarten eine Verschlechterung. Unter den Wahlberechtigten ab 60 Jahren sind es 58 Prozent. Von einer Verbesserung geht nur ein geringer Prozentsatz in diesen Altersgruppen aus: Bei den Befragten ab 60 Jahren sind es 4 Prozent, bei den 45- bis 59-Jährigen 7 und bei den 16- bis 29-Jährigen 9 Prozent.
Etwas weniger pessimistisch äußern sich die 30- bis 44-Jährigen. Von ihnen rechnen 47 Prozent mit einer Verschlechterung. 12 Prozent erwarten sogar eine Verbesserung.
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AfD-Anhänger besonders pessimistisch
Noch größer fallen die Unterschiede zwischen den Parteianhängern aus. 92 Prozent der AfD-Anhänger rechnen mit einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Verhältnisse in Berlin. Keiner der Befragten in dieser Gruppe erwartet eine Verbesserung.
Unter den Anhängern der Linken gehen 46 Prozent von einer Verschlechterung aus. Bei der CDU sind es 39 Prozent, bei den Grünen 38 Prozent.
Am seltensten rechnen die Anhänger der SPD mit einer Verschlechterung. Der Anteil liegt bei 30 Prozent. 54 Prozent erwarten, dass die wirtschaftlichen Verhältnisse in Berlin in etwa so bleiben wie heute. 13 Prozent gehen von einer Verbesserung aus.
Mehr als 1.500 Wahlberechtigte befragt
Für die Umfrage zu den Wirtschaftserwartungen für Berlin wurden vom Institut Forsa für t-online 1.535 Personen im Zeitraum vom 4. bis 18. August befragt. Die Daten sind bei einer Fehlertoleranz von +/- 3 Prozentpunkte repräsentativ.