Pickel, Rötungen und Entzündungen
Diese Lebensmittel verschlechtern das Hautbild
Aktualisiert am 17.04.2026 – 07:42 UhrLesedauer: 3 Min.
Kaffee, Pommes, Süßigkeiten und Milchprodukte: Sie alle sollen das Hautbild verschlechtern und Akne begünstigen können. Stimmt das?
Menschen mit Akne wird geraten, auf eine gesunde Ernährung zu achten, um ein reineres Hautbild zu unterstützen. Von bestimmten Nahrungsmitteln wird eher abgeraten, weil sie die Talgproduktion sowie Entzündungsprozesse begünstigen sollen – darunter Kaffee, Fertigprodukte, Fleisch, Süßes, Weißmehl und Milchprodukte. Welcher Verzicht ist einen Versuch wert?
Was ist Akne und wie entsteht sie?
Bei Akne spielen verschiedene Faktoren zusammen. Zum einen produziert die Haut vermehrt Talg. Zum anderen besteht eine Verhornungsstörung der Haut, welche den Abfluss von Talg aus den Poren erschwert. Die verstopften Poren bieten Aknebakterien Nahrung, sodass diese sich vermehren. Pickel und Entzündungsprozesse können entstehen. Akne tritt meist in der Pubertät zum ersten Mal auf. Die hormonellen Veränderungen regen die Talgproduktion an und begünstigen die Verhornungsstörung der Talgdrüsenfollikel.
Akne im Erwachsenenalter
Tritt Akne im Erwachsenenalter auf, sprechen Ärzte von Akne tarda oder Erwachsenenakne. Ursache sind auch hier vorwiegend hormonelle Schwankungen, weshalb vor allem Frauen betroffen sind. So zeigt sich ein unreines Hautbild oft zyklusbedingt, aber auch in Zusammenhang mit der Einnahme hormoneller Verhütungsmittel, während der Schwangerschaft, nach der Geburt und in den Wechseljahren.
Welche Rolle spielt die Ernährung bei Akne?
Viele Akne-Betroffene haben die Erfahrung gemacht, dass bestimmte Lebensmittel die Bildung von Mitessern (Komedonen), Pickeln und Pusteln (mit Eiteransammlung) begünstigen. Unter Verdacht stehen unter anderem Kaffee, Milchprodukte, Zucker, Weißmehl, Fertigprodukte und Frittiertes mit reichlich gesättigten Fettsäuren sowie Fleisch. Auch berichten manche, dass Alkohol ihr Hautbild ungünstig beeinflusst. Eindeutige wissenschaftliche Beweise fehlen bislang.
Akne: Kohlenhydrate in Verdacht
Zwar gibt es einige wissenschaftliche Untersuchungen, doch diese zeigen meist keinen eindeutigen Zusammenhang zwischen einer bestimmten Ernährung und Akne. Am ehesten deuten Untersuchungen darauf hin, dass eine kohlenhydratreiche Ernährung, die den Blutzuckerspiegel rasch nach oben treibt, auch die Talgbildung ankurbelt und die Vermehrung von Aknebakterien begünstigt. Dazu gehören beispielsweise sehr zuckerhaltige Lebensmittel und Weißmehlprodukte.
Milch verschlechtert möglicherweise das Hautbild
Überdies gibt es Hinweise, dass Milch möglicherweise ungünstig auf Akne wirkt. In Verdacht stehen in Milch und Milchprodukten enthaltene Hormone und Wachstumsfaktoren. Es ist nicht auszuschließen, dass diese die Fettproduktion in den Poren erhöhen und möglicherweise auch Entzündungen begünstigen. Auch Molkeneiweiß in Eiweißshakes wird diskutiert.
Haut und Ernährung aufmerksam beobachten
Auch wenn abschließende wissenschaftliche Beweise fehlen, beobachten viele Menschen mit Akne, dass ihre Ernährung Einfluss auf den Zustand ihrer Haut nimmt. Es kann sich also lohnen, genauer hinzuschauen. Ein Ernährungstagebuch, in welchem das Essen sowie der Zustand der Haut dokumentiert werden, kann dabei hilfreich sein, möglichen kritischen Nahrungsmitteln auf die Spur zu kommen.
Wer den Verdacht hat, dass zum Beispiel
- Kaffee und andere koffeinhaltige Getränke die Talgproduktion verstärken,
- fettiges oder stark verarbeitetes Essen die Poren verstopft,
- Zucker, größere Mengen Milch und Weißmehlprodukte Entzündungsreaktionen anfachen,
kann diese für eine gewisse Zeit reduzieren oder ganz auf sie verzichten und schauen, ob sich das Hautbild verbessert.
Aknetherapie dermatologisch begleiten lassen
Das Ernährungstagebuch können Betroffene zudem mit zur ärztlichen Untersuchung nehmen. Der Arzt kann entsprechende individuelle Empfehlungen aussprechen. Generell ist empfohlen, die Behandlung von Akne ärztlich begleiten zu lassen, damit sich die Haut nicht weiter verschlechtert. Die Therapie richtet sich nach dem Schweregrad. Eine auf unreine Haut abgestimmte Pflegeroutine ist Bestandteil der Therapie.











