Trendanalyse
Dieser Supermarkt-Service wird immer seltener genutzt
19.08.2026 – 13:41 UhrLesedauer: 2 Min.
Das Einkaufsverhalten der Deutschen hat sich verändert. Welche Produkte nun häufiger im Wagen landen und welcher Supermarkt-Service auf dem Rückzug ist.
Zu welchen Produkten Deutsche beim Einkaufen jetzt bevorzugt greifen, hat sich im ersten Halbjahr 2026 leicht verändert. Das zeigt der aktuelle Consumer Index der Marktforschungsplattform YouGov Shopper Intelligence, ehemals Consumer Panel Services. Demnach landen jetzt häufiger frische, leicht und proteinreiche Produkte im Einkaufswagen. Zu einigen vormals beliebten Produkten greifen viele Deutsche seltener. Und auch ein Angebot der Filialleiter wird immer weniger genutzt.
Weniger Schweinefleisch
Hähnchenfleisch ist beliebter geworden. Der Absatz legte im ersten Halbjahr um 10,2 Prozent zu. Im selben Zeitraum wurde frischer Fisch 4,2 Prozent häufiger gekauft. Am stärksten ist jedoch der Anstieg bei Fleischersatzprodukten: Diese Kategorie verzeichnet 13,2 Prozent mehr Absatz.
Schweinefleisch war hingegen weniger beliebt. So sank der Absatz im ersten Halbjahr 2026 um 7,5 Prozent. Auch Putenfleisch wurde seltener gekauft. Es verzeichnete einen Rückgang von 4,6 Prozent im Vergleich zum Vormonat, die Vorjahreszahl wurde hier nicht angegeben.
Der Consumer Index zeigt zudem einen Negativtrend auf: Immer weniger Einkäufer nutzen die Bedientheke. Dieser Bereich verzeichnete ein Minus von 10,1 Prozent. Der Handel hat darauf bereits reagiert und schafft dieses Angebot in seinen Filialen zunehmend ab.
Eine YouGov-Umfrage aus dem Juni 2026 zeigt den Grund: Die Befragten gaben an, an Frischetheken nur noch gezielt bestimmte Lebensmittel einzukaufen, beispielsweise für geplante Mahlzeiten oder wenn sie Gäste empfangen. Laut der Umfrage wird die Theke zunehmend als „Mehrwert- und Inspirationsmodul“ und weniger als reiner Verkaufsstand wahrgenommen.
Milchgetränke sind begehrter
Neben Fleischprodukten verzeichneten auch Milchprodukte einen Rückgang: Der Absatz sank bei Milch um 9,2 Prozent. Milchgetränke, wie beispielsweise Kefir, wurden hingegen beliebter (11,2 Prozent).
Laut der Marktanalyse greifen die Deutschen auch deutlich häufiger zu Proteindrinks aus dem Kühlregal. Genauere Zahlen werden in der Studie jedoch nicht genannt.
Brot
Beim Brot verdeutlicht sich ein Trend, der schon länger anhält: Weiß- und Weizenbrote werden häufiger gekauft (plus 9 Prozent). Experten begründen das unter anderem mit der längeren Haltbarkeit und dem günstigen Preis.
Aber auch die Beliebtheit von mediterranen Broten ist im ersten Halbjahr 2026 gestiegen (plus 6 Prozent).
Dunkles Brot ist hingegen mit einem Rückgang von 2 Prozent bei den Kunden etwas weniger beliebt. Auch diese Entwicklung zeichnet sich bereits seit einigen Jahren ab. So zeigte vor einiger Zeit eine YouGov-Umfrage, dass vor allem kräftige Brotsorten bei der jüngeren Generation immer unbeliebter werden. Sie bevorzugen zum Frühstück Porridge, Overnight Oats – also über Nacht in Milch oder Joghurt eingeweichte Haferflocken – oder eben Toastbrot.