16.000 Reisende täglich
Neuer Bahnhof soll Tesla-Ansturm bewältigen
Aktualisiert am 13.08.2026 – 06:55 UhrLesedauer: 2 Min.
Nahe dem Tesla-Werk in Grünheide entsteht ein komplett neuer Bahnhof. Warum die Bahn ihn zwei Kilometer versetzt hat und wer davon profitieren soll.
Rund zwei Kilometer vom bisherigen Standort entfernt entsteht in Fangschleuse ein komplett neuer Bahnhof – und er soll schon am Wochenende in Betrieb gehen. Die neue Station liegt deutlich näher am Tesla-Werk in Grünheide als die alte, nun geschlossene Verkehrsstation.
Nach Angaben der Deutschen Bahn werden dort künftig täglich rund 16.000 Reisende erwartet.
Näher ans Tesla-Werk in Grünheide: Bahnhof wurde versetzt
Ab Eröffnung halten die Züge der Linie RE1 in beiden Richtungen an der neuen Verkehrsstation in Fangschleuse, teilte ein Sprecher der Deutschen Bahn mit. Ob es sich bei den erwarteten Fahrgästen tatsächlich überwiegend um Tesla-Beschäftigte handelt, könne das Unternehmen nicht sagen. Die Dimensionierung der neuen Station sei in Abstimmung mit dem Land Brandenburg als Aufgabenträger für den Schienenpersonennahverkehr erfolgt.
Tesla sei aber sicher einer der Faktoren gewesen, die bei der Standortentscheidung eine Rolle gespielt hätten. In die Entscheidungsfindung seien alle erkennbaren Entwicklungen im örtlichen Umfeld eingeflossen, so der Sprecher. Die bisherige Station sei in der Vergangenheit während der Hauptverkehrszeiten sehr stark belastet gewesen. Der neue Bahnhof ist darauf ausgelegt, auch längere, achtteilige Züge mit deutlich mehr Sitzplätzen aufzunehmen. Zunächst hält der RE1 einmal pro Stunde und Richtung in Fangschleuse, ab dem 25. August soll die Station dann zweimal pro Stunde bedient werden.
Geplante Produktionsausweitung bei Tesla in Grünheide
Parallel zur Eröffnung des Personenverkehrs laufen die Bauarbeiten am Bahnhof für den Güterverkehr weiter. Dadurch entstehen unter anderem Überholmöglichkeiten für Güterzüge. Zudem werden sie für Ein- und Ausfahrten in das Gewerbegebiet Freienbrink genutzt, in dem sich auch die Tesla-Fabrik befindet. Durch die Entwicklungen an diesem Industriestandort erhöhe sich künftig der Güterverkehr, erklärte der Sprecher. So könnten künftig bis zu 2.400 Lkw-Fahrten täglich von der Straße auf die Schiene verlagert werden.
Hintergrund ist die geplante Produktionsausweitung bei Tesla. Das Unternehmen hatte im April angekündigt, die Fertigung angesichts gestiegener Nachfrage deutlich hochzufahren. In einer ersten Phase sollen 1.000 neue Mitarbeiter hinzukommen, um die Produktion ab Juli um ein Fünftel auf 6.200 Fahrzeuge pro Woche zu steigern. Ab Oktober soll das Volumen um ein weiteres Fünftel auf 7.500 Fahrzeuge pro Woche erhöht werden – dafür sollen erneut 1.000 zusätzliche Mitarbeiter eingestellt werden.



