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Home » Blutverdünner und Alkohol – lieber nicht kombinieren
Gesundheit

Blutverdünner und Alkohol – lieber nicht kombinieren

MitarbeiterBy MitarbeiterAugust 11, 2026
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Blutverdünner und Alkohol – lieber nicht kombinieren

Riskante Kombination

Blutverdünner und Alkohol – das gilt es zu beachten


Aktualisiert am 11.08.2026 – 13:02 UhrLesedauer: 4 Min.

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Menschen, die Blutverdünner einnehmen müssen, sollten Alkohol lieber meiden und zu alkoholfreien Getränken greifen. (Quelle: RobertoDavid/getty-images-bilder)

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Wer gerinnungshemmende Medikamente einnimmt, sollte Alkohol möglichst meiden. Welche Probleme entstehen können, erfahren Sie hier.

„Blutverdünner“ ist ein Oberbegriff für Medikamente, die die Blutgerinnung hemmen. Dabei gibt es verschiedene Arten: Manche verhindern, dass Blutplättchen leicht aneinanderhaften. Das sind die Thrombozytenaggregationshemmer. Andere bremsen bestimmte Stoffe im Blut, die für die Gerinnung notwendig sind. Diese bezeichnen Mediziner als Antikoagulanzien.

Zum Einsatz kommen sie unter anderem bei Menschen, die ein erhöhtes Risiko für Schlaganfälle, Herzinfarkte oder venöse Thromboembolien haben. Denn Blutverdünner wirken der Bildung oder dem Wachstum von Blutgerinnseln entgegen und können so zur Vorbeugung dieser lebensbedrohlichen Erkrankungen beitragen. Welches Mittel geeignet ist, richtet sich nach der jeweiligen Erkrankung.

Die Behandlung selbst bringt jedoch auch Risiken mit sich. Um diese so gering wie möglich zu halten, sollten Betroffene im Alltag einige Regeln beherzigen. Unter anderem im Hinblick auf Alkohol: Dieser kann nämlich die Wirkung bestimmter Blutverdünner beeinflussen und darüber hinaus zusätzliche Risiken mit sich bringen.

Welche Blutverdünner gibt es?

Zu den gängigsten Blutverdünnern zählen die Wirkstoffe

  • Acetylsalicylsäure (ASS) und weitere Thrombozytenaggregationshemmer, also Mittel, die das Zusammenhaften von Blutplättchen hemmen, etwa Clopidogrel, Prasugrel und Ticagrelor.
  • Phenprocoumon und Warfarin, die auch als Vitamin-K-Antagonisten bezeichnet werden, sowie
  • die direkten oralen Antikoagulanzien (DOAK) Dabigatran, Apixaban, Edoxaban und Rivaroxaban.

Niedrig dosierte ASS wird unter anderem verordnet, um nach bestimmten Herz-Kreislauf-Erkrankungen weiteren Gefäßverschlüssen vorzubeugen – zum Beispiel nach einem Herzinfarkt. Auch nach bestimmten Formen eines Schlaganfalls kommen Medikamente infrage, die die Blutplättchen am Zusammenlagern hindern. Welches Mittel gewählt wird, hängt von der Ursache und der persönlichen Situation ab.

Phenprocoumon, Warfarin und die DOAK kommen beispielsweise bei Vorhofflimmern oder nach einer Lungenembolie zum Einsatz. Der Grund: Bei diesen Erkrankungen entstehen Blutgerinnsel vor allem durch die Aktivierung von Gerinnungsstoffen im Blut. Deshalb werden hier meist Medikamente eingesetzt, die diese Gerinnungsstoffe hemmen.

So wirken die gebräuchlichsten Blutverdünner

Acetylsalicylsäure macht das Blut streng genommen nicht dünner, führt aber dazu, dass die Blutplättchen (Thrombozyten) nicht so leicht miteinander verkleben und in der Folge als Gerinnsel die Blutgefäße verstopfen.

Phenprocoumon und Warfarin entfalten eine blutverdünnende Wirkung, indem sie die Wirkung von Vitamin K im Körper bremsen. Vitamin K wird benötigt, damit bestimmte Stoffe, die in der Leber gebildet werden, ihre Aufgabe bei der Blutgerinnung erfüllen können.

Dabigatran beugt Gerinnseln vor, indem es Thrombin hemmt. Thrombin ist im Rahmen der Blutgerinnung dafür zuständig, einen Stoff namens Fibrinogen zu Fibrin zu spalten. Fibrin bildet eine Art Netz, das ein Blutgerinnsel stabilisiert. Wird Thrombin gehemmt, kann sich dieses Netz schlechter bilden.

Apixaban, Edoxaban und Rivaroxaban greifen schon früher in die Gerinnung ein: Sie setzen bei einem Eiweiß im Blut an, das Faktor Xa heißt. Dieses Eiweiß hilft normalerweise dabei, eine Kettenreaktion der Blutgerinnung in Gang zu halten. Wird seine Wirkung gebremst, entsteht weniger Thrombin – ein weiterer wichtiger Gerinnungsstoff. Dadurch kann sich ein Blutgerinnsel schlechter bilden.

Bei welchem Blutverdünner ist Alkohol riskant?

Während einer Behandlung mit Blutverdünnern Alkohol zu trinken, ist mit zusätzlichen Risiken verbunden. Wie genau sich die Kombination auswirkt, ist jedoch je nach Medikament verschieden.

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