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Home » Lipoprotein (a) als Risikofaktor fürs Herz?
Gesundheit

Lipoprotein (a) als Risikofaktor fürs Herz?

MitarbeiterBy MitarbeiterAugust 11, 2026
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Lipoprotein (a) als Risikofaktor fürs Herz?

Dass die im Blut vorhandene Menge an Lipoprotein (a) mit Vererbung zusammenhängt, zeigt sich oft, wenn Menschen mit hohem Lp(a)-Wert in jüngeren Jahren einen Herzinfarkt erleiden. Denn häufig stellt sich dann heraus, dass auch andere Familienangehörige betroffen sind und schon frühzeitig Gleiches durchgemacht haben.

Ab wann gilt der Lp(a)-Wert als erhöht?

Fachleute schätzen, dass bei rund 20 Prozent der Bevölkerung die Werte für Lipoprotein (a) zu hoch sind, also die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen. Mit einem erhöhten Herz-Kreislauf-Risiko ist bereits zu rechnen, wenn die Lp(a)-Konzentration im Blut bei über 30 Milligramm pro Deziliter (mg/dl) beziehungsweise über 75 Nanomol pro Liter (nmol/l) liegt.

Dabei gilt: je mehr Lipoprotein (a) im Blut, desto höher das Risiko. Die gängige Einteilung der Lp(a)-Werte umfasst aber nur drei Risikostufen:

  • Werte unter 30 mg/dl (75 nmol/l) gelten als optimal beziehungsweise nicht erhöht.
  • Werte zwischen 30 und 50 mg/dl (75 und 125 nmol/l) gelten als grenzwertig beziehungsweise gering erhöht.
  • Werte über 50 mg/dl (125 nmol/l) gelten als erhöht.

Lipoprotein (a) erhöht? Nur ein Test bringt Klarheit

Viele Betroffene wissen nicht, dass ihre Werte für Lipoprotein (a) erhöht sind, weil sie keine Symptome verspüren. Auch die Erhöhung anderer Blutfettwerte verursacht für gewöhnlich keine akuten Beschwerden. Darum bleiben zu hohe Blutfettwerte oft jahrelang unentdeckt, bis eine Blutprobe gezielt darauf getestet wird.

Ein solcher Bluttest findet üblicherweise im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung oder nach dem Auftreten von Herz-Kreislauf-Komplikationen statt. Allerdings lassen Ärztinnen und Ärzte das Lipoprotein (a) bei dem Test vergleichsweise selten messen: So gehört Lp(a) nicht zu den Blutwerten, die beim Gesundheits-Check-up für gesetzlich krankenversicherte Erwachsene erfasst werden.

Wer den Lp(a)-Wert messen lassen möchte, muss die Kosten für die Laboruntersuchung daher eventuell selbst tragen.

Für wen ist Lipoprotein (a) von Bedeutung?

Bereits ein gering erhöhter Lp(a)-Wert lässt das Risiko, irgendwann einen Herzinfarkt oder eine andere Herz-Kreislauf-Komplikation zu erleiden, deutlich ansteigen. Je höher der Wert ist, desto wahrscheinlicher sind solche lebensbedrohlichen Ereignisse. Somit kann zu viel Lipoprotein (a) die Lebenserwartung verringern.

Hinweise auf das Risiko durch Lipoprotein (a) sollen jedoch keine Panikmache sein, sondern helfen, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Denn wer den Lp(a)-Wert nicht kennt, kann das tatsächliche Herz-Kreislauf-Risiko deutlich unterschätzen.

Wer hingegen weiß, dass der Lp(a)-Wert zu hoch ist, kann frühzeitig gezielt gegensteuern, um mögliche Folgeerkrankungen zu verhindern: also vorbeugende Maßnahmen verstärken und das erhöhte Herz-Kreislauf-Risiko bei Therapien (etwa zur Senkung des Blutdrucks oder der Cholesterinwerte) berücksichtigen.

Daher empfehlen Fachleute, zur Einschätzung des Herz-Kreislauf-Risikos bei allen Menschen einmal im Leben (am besten vor dem 50. Lebensjahr) die Konzentration von Lipoprotein (a) zu messen. Von Bedeutung ist diese Untersuchung vor allem für diejenigen, die

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