Klopps erster Geheimkandidat?
Sein Durchbruch scheint nur eine Frage der Zeit
11.08.2026 – 09:09 UhrLesedauer: 4 Min.

Der Wechsel von Dženan Pejčinović nach Stuttgart ist perfekt. Bei den Schwaben dürfte der Stürmer auch vom neuen Bundestrainer genau unter die Lupe genommen werden.
Eine wochenlange Transfersaga hat ihr Ende genommen – und spült Bundesliga-Absteiger VfL Wolfsburg dem Vernehmen nach rund 25 Millionen Euro in die Kassen. Diese Summe erhalten die Niedersachsen übereinstimmenden Medienberichten zufolge für Dženan Pejčinović. Der 21-Jährige wechselt zum VfB Stuttgart. Die Schwaben machten am Montag die Verpflichtung des Top-Talents perfekt. Pejčinović hat einen Vertrag bis 2031 unterschrieben, wie der Verein bekanntgab.
In den vergangenen Monaten galt Pejčinović als einer der wenigen Lichtblicke in einer für den VfL Wolfsburg desaströsen Spielzeit. Trotz des Abstiegs gelangen dem Stürmer in 30 Bundesliga-Partien für den Werksklub acht Tore. In den Relegationsspielen gegen den SC Paderborn, die letztlich zum Gang in die Zweitklassigkeit führten, steuerte er ebenfalls einen Treffer bei. Im DFB-Pokal war er in zwei Partien dreimal erfolgreich.
Kein Wunder also, dass mit dem VfB Stuttgart ein Champions-League-Teilnehmer auf den jungen Angreifer aufmerksam wurde. Unter Trainer Sebastian Hoeneß könnte Pejčinović bei den Schwaben nun den nächsten Entwicklungsschritt gehen – und auch das Interesse des neuen Bundestrainers erregen.
„57 Feldspieler angeguckt“: Steht Pejčinović auf Klopps Liste?
Seit wenigen Wochen ist Jürgen Klopp Chefcoach der deutschen Nationalmannschaft. Bei seiner Antrittspressekonferenz in Frankfurt am Main Ende Juli ließ der 59-Jährige mehrfach aufhorchen, unter anderem mit einer Liste an potenziellen DFB-Profis.
„Ich habe mir 57 Feldspieler angeguckt“, sagte Klopp vor den versammelten Journalisten am DFB-Campus. Welche Akteure er bereits beobachtet hatte, wollte er zwar nicht verraten, erklärte jedoch: „Es werden Spieler Möglichkeiten bekommen, die noch gar nicht damit rechnen.“ Einer von diesen Geheimkandidaten könnte Dženan Pejčinović sein.

Der 1,90 Meter große Torjäger wurde als Sohn montenegrinischer Eltern in München geboren. Bereits seit der U16 läuft er für die deutschen Auswahlmannschaften auf. Der Wechsel zu den ambitionierten Stuttgartern spült Pejčinović nun endgültig ins Sichtfeld des Bundestrainers, sofern er nicht ohnehin bereits auf dessen 57er-Liste steht.
Die Zahlen in den Juniorenteams des DFB sprechen zumindest für sich. Zwischen der U16 und der U20 lief Pejčinović 42-mal für Deutschland auf und brachte den Ball 39-mal im gegnerischen Gehäuse unter. In der U21 steht er aktuell bei zwei Toren nach sieben Spielen, muss sich noch hinter gestandenen Profis wie Nicolò Tresoldi und Saïd El Mala einreihen. Doch der Durchbruch scheint nur eine Frage der Zeit, vor allem, wenn Pejčinović auf Vereinsebene den gleichen Weg einschlägt wie ein aktueller deutscher Nationalstürmer.










