Vor Europameisterschaft
Verband sauer: Olympiasieger aus Russland wohl ohne Visum
09.08.2026 – 15:32 UhrLesedauer: 2 Min.
Trotz des laufenden Angriffskriegs gegen die Ukraine dürfen russische Turner wieder unter ihrer Flagge teilnehmen. Bei der anstehenden EM werden sie wohl dennoch fehlen.
Die russischen Turn-Olympiasiegerinnen Angelina Melnikova und Viktoria Listunova werden wohl bei der anstehenden EM in Zagreb fehlen. Laut der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass erhielten die Athletinnen, genauso wie alle anderen Turnerinnen und Turner des russischen Teams, kein Visum für die Einreise nach Kroatien. Die anderen Mitglieder des Mitarbeiterstabs erhielten laut Angaben des russischen Turnteams die Erlaubnis zur Einreise.
Als Begründung hätten die kroatischen Behörden einen „ungültigen Zweck und ungültige Bedingungen des beabsichtigten Aufenthalts“ angegeben. Der russische Turnverband äußerte in einer Stellungnahme scharfe Kritik. „Dieser Vorfall birgt die Gefahr, einen gefährlichen Präzedenzfall zu schaffen, bei dem Verwaltungsentscheidungen direkten Einfluss auf die Teilnehmerliste und letztlich auf die Turniere haben können“, hieß es.
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Der Vorwurf: Kroatien habe die Russen bewusst nicht zugelassen, um ihre Teilnahme zu verhindern. Diese ist seit Mai dieses Jahres wieder erlaubt. Der Turn-Weltverband (World Gymnastics) hatte entschieden, dass Russen bei internationalen Wettkämpfen wieder unter eigener Flagge antreten dürfen. Eine Entscheidung, für die es viel Kritik gab. Schließlich tobt der Angriffskrieg gegen die Ukraine nach viereinhalb Jahren immer noch.
„Dann fehlt das Wertvollste“
Melnikova selbst meldete sich auf Instagram zu Wort. „Sport ist nur dann großartig, wenn die Besten gegen die Besten antreten“, schrieb sie. „Und wenn starke Gegner nicht starten dürfen, fehlt das Wertvollste – der faire Wettbewerb.“
Ein solch deutliches Statement veröffentlichte die Olympiasiegerin von 2021 zum russischen Angriffskrieg jedoch nicht. Sie und Listunova hatten bei den Spielen in Tokio mit dem Team Gold im Mannschaftsmehrkampf gewonnen.









