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Politik

Zweiter Verdächtiger war offenbar seit 2024 ausreisepflichtig

MitarbeiterBy MitarbeiterJuli 28, 2026
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Zweiter Verdächtiger war offenbar seit 2024 ausreisepflichtig

CSD-Anschlag

Zweiter Verdächtiger war offenbar seit 2024 ausreisepflichtig


Aktualisiert am 28.07.2026 – 01:12 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Bild vom Tatort des Terroranschlags in Berlin: Das Tatfahrzeug war ein weißer Van. (Quelle: Sebastian Gollnow/dpa/dpa-bilder)

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Eine zweite Festnahme nach dem CSD-Terroranschlag in Berlin bleibt zunächst ohne Folgen. „Bild“ berichtet nun, dass der zweite Verdächtigte.

Nach dem mutmaßlich islamistischen Terroranschlag am Rande des Christopher Street Days (CSD) in Berlin ist ein zunächst festgenommener zweiter Verdächtiger wieder frei. Der Mann sei entlassen worden, teilte eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft am Montag mit.

Einem Bericht der „Bild“ zufolge soll es sich bei dem zweiten Verdächtigen um einen 28-jährigen Mann mit iranischer Staatsbürgerschaft handeln. Laut Sicherheitskreisen könnte er den mutmaßlichen Täter Abdul Ballout gekannt haben, berichtet die Zeitung.

Der Mann soll sich demnach nahe dem Tatort aufgehalten haben, er soll zudem eine Kopfverletzung gehabt haben. Die Polizei hatte nach einem möglichen Beifahrer mit Kopfverletzung gesucht. Laut „Bild“ konnten in dem Tatfahrzeug jedoch keine DNA-Spuren des Iraners gefunden werden. Der Tatverdacht gegen den Mann dürfte sich demnach nicht erhärtet haben.

  • Interview mit Terrorexperten: „Das hätte in diesem Fall Vorrang haben müssen“
  • Ermittlungen in Berlin: LKA filmte Ballout kurz vor dem CSD-Anschlag

„Bild“ berichtet unter Berufung auf die Asylakte des Mannes, dass er seit dem 22. August 2024 wegen mehrerer Delikte ausreisepflichtig sei. Er sei 2011 als Geflüchteter nach Deutschland gekommen. Vermerkt in der Akte seien Verurteilungen wegen gefährlicher Körperverletzung, tätlichen Angriffs gegen Vollstreckungsbeamte, Bandendiebstahls und räuberischer Erpressung. CDU-Innenexperte Alexander Throm sagte zu „Bild“: „Völlig unverständlich ist mir, warum ein solcher Seriengewalttäter nicht sofort in Abschiebehaft kommt.“ Eine zweite Quelle zum Bericht der „Bild“ gibt es ebenso wie eine offizielle Bestätigung bislang nicht.

Der CSD in Berlin war am Samstagabend abgebrochen worden, nachdem ein Auto am Rande der Großveranstaltung in eine Menschenmenge gefahren war. Eine polnische Staatsbürgerin wurde getötet, 29 weitere Menschen wurden verletzt. Der mutmaßliche Attentäter Abdul Ballout verließ laut Polizei das Auto und floh. Er sei mutmaßlich auch mit einer Machete auf Passanten losgegangen, sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU). Am Sonntagabend wurde Ballout dann in einer Kleingartenanlage in Spandau getötet.

Dobrindt bestätigt: Weitere Person in Betrachtung

Mehrere Medien hatten am Wochenende über die Festnahme einer zweiten Person berichtet. In der Vergangenheit sei immer auch nach weiteren Verdächtigen gesucht worden, sagte Dobrindt (CSU) Sonntagabend im ARD-„Brennpunkt“. „Es gibt eine weitere Person, die dort in Betrachtung ist. Das hat sich bisher aber nicht erhärtet, ist aber auch noch nicht abgeschlossen.“ Diese Anschläge würden typischerweise von Einzeltätern begangen, so Dobrindt. Ob dies zutrifft, müssen die Ermittlungen nun zeigen.

Die Bundesanwaltschaft hatte am Sonntagabend die Ermittlungen zu dem mutmaßlichen Terroranschlag übernommen. Als oberste Anklagebehörde in Deutschland ist sie unter anderem für Fälle von islamistisch motiviertem Terrorismus zuständig. Nach dem Tod des Hauptverdächtigen kann es bei den Ermittlungen etwa noch um mögliche Mitwisser oder Unterstützer gehen.

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