„Der Harz errötet“
Wo jetzt noch ein rosa Blütenmeer zu sehen ist
27.07.2026 – 16:01 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Harz blüht rosa: Das Weidenröschen macht sich mancherorts bemerkbar. Bis wann das Blütenmeer noch zu sehen ist.
Bei einem Ausflug in den Harz können Wanderer aktuell ein rosa Blütenmeer bestaunen. „Der Harz errötet“, schreibt das Nationalpark-Besucherzentrum Torfhaus etwa auf Instagram. Dahinter steckt die Blüte des schmalblättrigen Weidenröschens, das sich insbesondere unter Totholzbeständen im Harz beobachten lässt.
Vierzählige Blüten mit purpurroter Farbe
Bei dem Weidenröschen, das auch Stauden-Feuerkraut genannt wird, handelt es sich um ein sommergrünes ausdauerndes Kraut aus der Familie der Nachtkerzengewächse. Häufig kommt es in Steinschutt-Fluren, auf Mauern, in Steinbrüchen und steinschuttreichen Waldschlägen oder Hochstaudenfluren vor. Insgesamt wächst das Weidenröschen zwischen 50 und 150 Zentimeter in die Höhe. Charakteristisch sind die vierzähligen Blüten, die in der Blühzeit eine purpurrote Farbe annehmen.

Laut Angaben des Nationalpark-Besucherzentrums ist der Sommerblüher einer der großen Gewinner des Waldwandels. „Durch die aufgelichteten Flächen und die großen Totholzbestände wurden aus Fichtenplantagen Bergwiesen, auf denen sich Wildblumen über das große Lichtangebot freuen“, heißt es auf der Instagram-Seite.
Blühzeit des Weidenröschens bis Ende August
Stellenweise sind die Blüten über riesige Flächen hinweg sichtbar. Zu beobachten sind rosa Blütenmeere etwa von den Mäuse- und den Schnarcherklippen aus. Im Oberharz werden die Blütenbestände auch zum Gewinn von Honig genutzt. Die rosa beziehungsweise pinke Farbe können Wanderer noch bis in den August hinein beobachten. Ende des Monats endet die Blühzeit allmählich.
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Für das Nationalpark-Besucherzentrum Torfhaus ist die Blüte des Weidenröschens ein wichtiger Bestandteil des natürlichen Harz-Bildes, das in den vergangenen Jahren durch großflächiges Waldsterben beeinträchtigt wurde. „Das Weidenröschen erinnert uns ein weiteres Mal auf eine zauberhafte Weise daran, wie sehr unsere tot gesagten Kahlflächen voller Leben stecken“, heißt es auf Instagram.
Der gesamte Harz ist ein beliebtes Ausflugsgebiet für Braunschweiger und Menschen aus der Region. Von der Löwenstadt aus ist es gut eine Stunde Fahrt. Das Mittelgebirge hält viele beliebte Unternehmungen bereit – unter anderem eine Wanderung auf den Brocken oder die Fahrt mit der Schmalspurbahn auf Norddeutschlands höchsten Berg.









