Nach der Krebs-Therapie
„Habe mich noch nie so gut gefühlt“: Torsten Sträters Comeback
13.07.2026 – 05:19 UhrLesedauer: 3 Min.
Torsten Sträter ist zurück – mit neuem Soloprogramm und einer guten Nachricht. Die Zeit davor nennt er ausgerechnet die amüsantesten sechs Monate seines Lebens.
Zum Jahresbeginn musste Torsten Sträter alle Auftritte absagen, Mitte April machte er schließlich seine Krebs-Diagnose öffentlich. Nun ist der Komiker und Bestsellerautor zurück – und das gleich doppelt: mit einem neuen Soloprogramm im Ersten und der Botschaft, dass es ihm wieder gut geht. „Ich befinde mich auf dem Weg der Besserung und habe mich noch nie so gut gefühlt“, sagte Sträter im 1Live-Comedy-Talk mit Felix Lobrecht.
„Mach mal das große Licht an“ ist ab dem 15. Juli 2026 in der ARD-Mediathek zu sehen und wird am 17. Juli um 22.20 Uhr im Ersten ausgestrahlt. Es ist bereits das dritte Soloprogramm in Folge, das Sträter mit dem Kölner Sender WDR realisiert hat – und zugleich eine TV-Rückkehr nach der Erkrankung. Den Mitschnitt zeichnete der Sender bei der letzten Show seiner Tour am 13. Juni in Siegburg auf. Bereits im Mai war Sträter auf die Bühne zurückgekehrt.
Sträter: „Es ist die Siebträgermaschine unter den Programmen“
In dem Programm erzählt Sträter Geschichten aus seinem Leben, die so oder zumindest so ähnlich stattgefunden haben könnten. Nüchtern und zugleich völlig überhöht, voller Wortwitz, unvorhersehbaren Pointen und mit seinem unverwechselbar trockenen Humor präsentiert er kuriose, kunstvoll miteinander verstrickte Alltagsanekdoten. Der Programmtitel ist ein Ausruf, den Sträter in den 70er-Jahren oft von seiner Mutter zu hören bekam.
Sträter selbst beschreibt sein Programm mit einem Bild aus der Kaffeewelt: „Es ist die Siebträgermaschine unter den Programmen. Druck, Dampf, Glanz, Aroma – alles drin! Plus die großen Fragen des Seins, die da lauten: Wie führe ich ein gutes Leben? Was kommt danach? Wie lauten die besten sechs der vier großen mathematischen Regeln?“ Und weiter: „Beleuchten wir alles – und zwar nach dem bewährten Muster: Zu albern für Kabarett, für Comedy aber ganz clever. Ein schöner, sich wölbender Abend, Kaffee, Geschichten … bis ich den Faden verliere – und dann schauen wir mal.“
Durch Krebsbehandlung Diabetes-Erkrankung entdeckt
Dass Sträter überhaupt wieder mit dieser Leichtigkeit auf der Bühne steht, ist keine Selbstverständlichkeit. Über seine Therapie sprach er im Gespräch mit Lobrecht bemerkenswert lakonisch: Es seien sicherlich die amüsantesten sechs Monate seines Lebens gewesen. „Tumor gehabt, in Behandlung gegangen, Glück gehabt, weil geile Ärzte, natürlich wieder alles Kölner.“ Nähere Angaben zur Art des Tumors machte er nicht. Nebenbei sei festgestellt worden, dass er auch Diabetes habe. Seit er deswegen aufgehört habe, Zucker zu essen, habe er „unverhältnismäßig viel abgenommen“. Dass er so dünn geworden sei, sei kein Zeichen für Hinfälligkeit, betonte er: „Mir geht’s wirklich gut.“
Auch beim WDR in Köln ist die Freude über die Rückkehr groß. „Wir lieben den Künstler Torsten Sträter sehr! Er ist ein echter Publikumsliebling aller Generationen“, sagt Unterhaltungschefin Karin Kuhn. „Unsere Freude ist daher sehr groß, dass wir nun schon das dritte Soloprogramm in Folge mit Torsten produzieren durften. Das Publikum in Siegburg hat ihn zu Recht euphorisch gefeiert.“









