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Home » Ab 3.000 Euro brutto droht 2028 dann weniger netto
Wirtschaft

Ab 3.000 Euro brutto droht 2028 dann weniger netto

MitarbeiterBy MitarbeiterJuli 12, 2026
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Ab 3.000 Euro brutto droht 2028 dann weniger netto

Neue Berechnung

Ab 3.000 Euro brutto droht 2028 ein Minus


Aktualisiert am 12.07.2026 – 03:31 UhrLesedauer: 3 Min.

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Finanzminister Lars Klingbeil (SPD): Für manche Beschäftigte bleibt 2028 weniger übrig als heute. (Quelle: Michael Kappeler/dpa)

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Die Bundesregierung will kleine und mittlere Einkommen steuerlich entlasten. Doch neue Berechnungen zeigen: Steigende Sozialbeiträge könnten die Ersparnis aufzehren.

Die versprochene Steuerentlastung könnte für viele Arbeitnehmer weitgehend verpuffen. Mit ihrer geplanten Reform will die Bundesregierung Millionen Beschäftigte entlasten. Profitieren sollen vor allem kleine und mittlere Einkommen, hatte Bundesfinanzminister Lars Klingbeil angekündigt. Doch es könnte sein, dass die Wirkung nicht lange anhält.

Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) unter Berufung auf Berechnungen des Finanzwissenschaftlers Frank Hechtner von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg berichtet, fällt das Ergebnis deutlich schlechter aus, sobald neben der Einkommensteuer auch die steigenden Sozialabgaben berücksichtigt werden.

  • Einkommensteuerreform: Steuerzahlerbund zweifelt an echter Entlastung
  • Steuererklärung: Kommt die Erstattung bald automatisch?

Der Grund: Zwar will die Koalition die Steuerzahler entlasten. Gleichzeitig steigen aber die Beiträge zur Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung. Im Endeffekt kann das dazu führen, dass Arbeitnehmer 2028 netto schlechter dastehen als heute.

Schon bei 3.000 Euro brutto droht ein Minus

Laut Hechtners Berechnung hätte im Jahr 2028 ein kinderloser Single mit 3.000 Euro Bruttolohn im Monat neun Euro weniger Nettolohn im Jahr als 2026. Das Minus ist zwar gering, politisch aber heikel. Denn gerade Beschäftigte mit solchen Einkommen wollte die Bundesregierung eigentlich entlasten.

Bei höheren Einkommen fällt die Belastung deutlich stärker aus. Ein kinderloser Single mit 6.000 Euro Bruttolohn im Monat müsste 2028 mit 242 Euro weniger Nettolohn im Jahr rechnen. Bei 6.500 Euro brutto steigt das Minus auf 639 Euro, bei 9.000 Euro brutto sogar auf 904 Euro im Jahr.

Dabei handelt es sich zudem nur um nominale Beträge. Die Inflation ist darin noch nicht berücksichtigt. Real dürfte die Belastung deshalb für viele Haushalte noch größer ausfallen.

Familien werden etwas abgefedert

Etwas günstiger fällt das Ergebnis für Familien und Alleinerziehende aus, da die Koalition das Kindergeld und den steuerlichen Kinderfreibetrag erhöhen will. Das Kindergeld soll in zwei Schritten um insgesamt 13 Euro im Monat steigen, der Kinderfreibetrag um insgesamt 240 Euro im Jahr.

Ein Alleinerziehender mit einem Kind kann dadurch bis zu einem Bruttoeinkommen von rund 5.500 Euro im Monat noch mit einer kleinen Entlastung rechnen. Diese bleibt allerdings überschaubar: maximal 25 Euro im Jahr, also gut zwei Euro im Monat.

Auch bei Paaren bleibt häufig nur wenig übrig. Eine Familie mit zwei Kindern und Bruttoeinkommen von 6.000 und 3.000 Euro im Monat hätte 2028 laut Berechnung lediglich 44 Euro mehr im Jahr.

Tabelle zeigt: So viel bleibt 2028 übrig

Je nach Haushalt und Einkommen fallen die Auswirkungen sehr unterschiedlich aus. Entscheidend ist nicht allein die Steuerentlastung, sondern die Gesamtbelastung aus Steuern und Sozialabgaben. Die folgende Tabelle zeigt einige Beispiele:

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