Er ist bereits Senator
Dieser Mann wird Spitzenkandidat der Berliner CDU
Aktualisiert am 10.07.2026 – 20:06 UhrLesedauer: 1 Min.
Die Nachfolge von CDU-Politiker Kai Wegner ist geklärt. Finanzsenator Evers wird der Spitzenkandidat der Berlin-Wahl.
Die Berliner CDU hat gut zwei Monate vor der Wahl zum Abgeordnetenhaus einen neuen Spitzenkandidaten bestimmt. Die CDU-Kreisvorsitzenden der Hauptstadt einigten sich auf Finanzsenator Stefan Evers, nachdem der Regierende Bürgermeister Kai Wegner seinen Rückzug von der Kandidatur erklärt hatte. Endgültig entscheiden muss der CDU-Landesvorstand.
Wegner hatte seinen Rückzug am Freitag auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz bekanntgegeben. Auslöser war eine monatelange Debatte um falsche Angaben zu seinem Verhalten während des großen Stromausfalls im Berliner Südwesten Anfang Januar. Der 53-Jährige hatte zunächst verschwiegen, dass er am ersten Tag der Krise mittags eine Stunde Tennis gespielt hatte.
In der Folge kamen immer wieder Ungereimtheiten zu seinem Tagesablauf am 3. Januar ans Licht. Das belastete den CDU-Wahlkampf zunehmend, löste Unruhe in der Partei aus und führte zuletzt zu Rückzugsforderungen aus den eigenen Reihen. Als Regierender Bürgermeister will Wegner bis zur Wahl am 20. September und der anschließenden Bildung eines neuen Senats im Amt bleiben.
Fraktionschef Dirk Stettner gab die Einigung auf Evers am Rande eines Treffens der Kreisvorsitzenden bekannt. Diese sprechen sich zudem dafür aus, dass Evers kommissarisch auch den CDU-Landesvorsitz übernimmt. Der 46-Jährige ist seit 2023 Finanzsenator. Nach dem Rücktritt von Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson (parteilos) im Frühjahr übernahm er zusätzlich die Leitung des Kulturressorts. Die Berliner wählen am 20. September ein neues Abgeordnetenhaus.










