Straftat nach Tierschutzrecht
Abgemagert im Karton: Pythons in München ausgesetzt
10.07.2026 – 17:09 UhrLesedauer: 1 Min.
Ein Unbekannter ließ zwei Königspythons stark abgemagert, in einem Karton zurück. Die Tiere sind nun in der Auffangstation. Für sie war das sehr gefährlich.
Zwei Königspythons sind in München in einem Karton ausgesetzt worden – stark abgemagert, medizinisch gefährdet, der Täter unbekannt. Die Polizei brachte die Tiere zur Auffangstation für Reptilien München. An dem Karton klebte ein Zettel mit der Aufschrift: „Bringst du mich bitte ins Tierheim.“
Thomas Türbl, Tierarzt der Auffangstation für Reptilien München, sagte: „Tiere in einen Karton zu setzen und darauf zu hoffen, dass sie jemand findet, ist nicht nur verantwortungslos, sondern auch eine Straftat. Es gibt genügend Anlaufstellen, um Tiere verantwortungsvoll abzugeben.“
Bei den derzeitigen Temperaturschwankungen könne sich bei den Tieren nach Einschätzung Türbls schnell eine Atemwegserkrankung entwickeln. Königspythons gelten nach Angaben der Auffangstation als friedliche und eher scheue Tiere. Bei Gefahr rollen sie sich häufig zu einem Ball zusammen – daher ihr englischer Name „Ball Python“. Ein Abwehrbiss sei deutlich harmloser als etwa der Biss einer Katze.











