Marschflugkörper für Deutschland
Merz: USA stimmen Tomahawk-Deal zu
Aktualisiert am 09.07.2026 – 10:01 UhrLesedauer: 2 Min.
Nach Trumps Nato-Kurswechsel kaufen die Deutschen nun direkt beim Verbündeten in Washington. Die Tomahawks sollen eine strategische Lücke schließen und die Abschreckung stärken.
Die US-Regierung hat dem Verkauf von weitreichenden Tomahawk-Marschflugkörpern an Deutschland zugestimmt. Sie würden von der Bundesregierung erworben und in Deutschland stationiert, sagte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Donnerstag in einer Regierungserklärung im Bundestag. Darauf hätten sich beide Seiten am Rande des Nato-Gipfels im türkischen Ankara geeinigt.
Zuvor hatte Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) sich zu positiven Gesprächen mit den USA über den Kauf der Marschflugkörper geäußert. Am Mittwochmorgen sagte er dem Deutschlandfunk noch, dass die Verhandlungen vorankämen, es gäbe jedoch noch keine Ergebnisse. Dies hat sich nun geändert.
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Ursprünglich hatten sich Deutschland und die USA darauf verständigt, ab 2026 zeitweise amerikanische Mittelstreckenwaffen auf deutschem Boden zu stationieren. Grundlage war eine Übereinkunft, die der damalige Kanzler Olaf Scholz (SPD) mit US-Präsident Joe Biden beim Nato-Jubiläumsgipfel im Juli 2024 in Washington getroffen hatte. Der neue US-Präsident Donald Trump war von der Vereinbarung abgerückt. Nun kauft die Bundesregierung nach eigenen Angaben direkt bei ihrem Verbündeten in Washington.
Merz: „Schließen wichtige strategische Lücke“
Hintergrund sind die veränderten transatlantischen Beziehungen unter der zweiten Regierung von US-Präsident Donald Trump, die sich zunehmend aus der Nato zurückgezogen hat.
Deutschland investiert seither massiv in die eigene Verteidigungsfähigkeit. Mit den Tomahawk-Marschflugkörpern will die Bundesregierung der Bedrohung unter anderem durch Russland wirksame Abschreckungs- und Verteidigungsfähigkeiten entgegensetzen, wie es die Bundeswehr schreibt.

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Merz ergänzt im Bundestag: „Damit schließen wir eine wichtige strategische Lücke in unserer Verteidigung und wir werden gleichzeitig daran arbeiten, europäische Systeme zu entwickeln und in Europa zu stationieren.“ Einen Termin für die Stationierung nannte Merz zunächst nicht.










