Nach Bürgerentscheid
Kleine Gemeinde in Oberbayern bekommt große Drohnenfabrik
06.07.2026 – 07:42 UhrLesedauer: 1 Min.
Die Suche des Drohnenbauers Helsing nach dem Standort für eine neue Fabrik ist beendet: Bei einem Bürgerentscheid haben sich die Einwohner einer Gemeinde in Bayern für die Fabrik ausgesprochen.
Die Bürger von Hallbergmoos in Bayern haben sich für die Ansiedlung des Rüstungsunternehmens Helsing ausgesprochen. Bei einem Ratsbegehren stimmten nach Angaben der Gemeinde 59 Prozent dafür, die planungsrechtlichen Voraussetzungen für einen Standort des Unternehmens zu schaffen. 41 Prozent lehnten das Vorhaben ab.
Geplant ist in der oberbayerischen Gemeinde im Landkreis Freising ein Zentrum für Verteidigungstechnologie, das Forschung, Softwareentwicklung und industrielle Fertigung vereinen soll. Nach Angaben der Kommune sollen dort mindestens 300 Arbeitsplätze entstehen. Der Baubeginn ist für das kommende Jahr vorgesehen.
Aiwanger begrüßt Entscheidung
Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) begrüßte das Ergebnis des Bürgerentscheids. Es zeige, dass die wirtschaftlichen Chancen des Projekts und die Bedeutung einer stärkeren Verteidigungsfähigkeit Deutschlands in der Gemeinde erkannt worden seien.
Helsing hatte angekündigt, einen dreistelligen Millionenbetrag in den neuen Standort nahe dem Münchner Flughafen investieren zu wollen. Das Unternehmen entwickelt unter anderem militärische Drohnen, die nach Unternehmensangaben auch in der Ukraine eingesetzt werden. Ein Schwerpunkt liegt auf KI-gestützter Drohnensoftware.
Bereits im vergangenen Jahr hatte Helsing den Allgäuer Flugzeughersteller Grob übernommen. Am Standort Tussenhausen plant das Unternehmen unter dem Projektnamen „CA-1 Europa“ die Entwicklung eines unbemannten Kampfflugzeugs.










