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Wirtschaft

So steht es aktuell um die Auftragslage

MitarbeiterBy MitarbeiterJuli 6, 2026
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So steht es aktuell um die Auftragslage

Leichte Erholung

Deutsche Industrie erhält überraschend mehr Aufträge

06.07.2026 – 10:09 UhrLesedauer: 2 Min.

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Mitarbeiterin bei MTU Maintenance Berlin-Brandenburg: Für die angeschlagene deutsche Industrie gibt es einen Hoffnungsschimmer. (Quelle: Sebastian Gollnow/dpa)

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Nach dem Rückschlag im April verzeichnet die Industrie wieder ein Plus. Besonders in einer Branche gingen deutlich mehr Bestellungen ein.

Die deutsche Industrie hat im Mai unerwartet deutlich mehr Aufträge erhalten. Das Neugeschäft stieg im Vergleich zum Vormonat saison- und kalenderbereinigt um 1,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Ökonomen hatten mit einem geringeren Plus gerechnet.

Damit gibt es nach dem Rückschlag im April wieder ein positives Signal für die angeschlagene Industrie. Der Rückgang im Vormonat fiel zudem weniger stark aus als zunächst gemeldet: Statt eines Minus von 3,8 Prozent wiesen die Statistiker nun ein Minus von 3,2 Prozent aus.

Ein wesentlicher Grund für den Anstieg im Mai waren Großaufträge. Ohne diese besonders schwankungsanfälligen Bestellungen legte der Auftragseingang lediglich um 1,0 Prozent zu. Im weniger volatilen Dreimonatsvergleich zeigt sich die Lage weiter verhalten: Von März bis Mai lagen die Bestellungen um 0,2 Prozent niedriger als in den drei Monaten zuvor.

Mehrere Großaufträge führen zur Erholung

Besonders stark trug der sonstige Fahrzeugbau zum Plus bei. Dazu zählen unter anderem Flugzeuge, Schiffe, Züge und Militärfahrzeuge. In diesem Bereich stiegen die Bestellungen wegen mehrerer Großaufträge um 85,0 Prozent gegenüber dem Vormonat. Zuwächse verzeichneten auch der Maschinenbau mit plus 3,7 Prozent sowie die Hersteller elektrischer Ausrüstungen mit plus 5,7 Prozent.

Nicht alle Industriezweige profitierten jedoch. In der Automobilindustrie gingen die Aufträge um 3,8 Prozent zurück. Noch deutlicher fiel das Minus bei Herstellern von Datenverarbeitungsgeräten sowie elektronischen und optischen Erzeugnissen aus: Dort sank die Nachfrage um 7,8 Prozent.

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Aus dem Ausland kamen insgesamt mehr Bestellungen. Die Auslandsaufträge stiegen im Mai um 2,2 Prozent. Dabei legten die Aufträge aus der Eurozone kräftig um 11,2 Prozent zu, während die Bestellungen aus dem übrigen Ausland um 3,2 Prozent zurückgingen. Die Inlandsaufträge erhöhten sich um 1,3 Prozent.

„Aufrags-Zick-Zack geht weiter“

Ökonomen sehen in den Zahlen zwar eine Stabilisierung, aber noch keine durchgreifende Trendwende. „Mal rauf, mal runter, der Auftrags-Zick-Zack geht weiter“, sagte der Chefvolkswirt von ABN Amro Deutschland, Alexander Krüger. Insgesamt sei die Auftragslage besser als vor einem Jahr. Schwierige Standortbedingungen und Planungsunsicherheiten belasteten jedoch weiterhin den Ausblick.

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