Der gelbe Knollenblätterpilz riecht hingegen nach Kartoffeln. Er ist nicht tödlich giftig, aber dennoch gefährlich. Der Pilz wächst in Laubwäldern und Parkanlagen, meistens unter Buchen oder Eichen. Der Knollenblätterpilz hat zwischen Juli und Oktober Saison.
Verwechslungsgefahr: Knollenblätterpilz und Champignon
Der artverwandte Kegelhütige Knollenblätterpilz, auch als Weißer Knollenblätterpilz bezeichnet, kann in junger Form mit dem Speisepilz Champignon verwechselt werden. Die jungen Pilze sind breit und eichelförmig, später nimmt der Hut eine konvexe Form an, wird jedoch niemals flach. Die Lamellen sind weiß und dichtstehend. Der Stiel ist lang und weiß.
Auch Sammler von Pfifferlingen müssen aufpassen. Denn auch der Rehling kann leicht mit einem ungenießbaren Pilz verwechselt werden.
So verläuft die tödliche Knollenblätterpilzvergiftung
Erste Symptome nach acht bis zwölf Stunden: Nach einer Latenzzeit von einer Stunde nach dem Verzehr können die Phallotoxine in die Blutbahn gelangen. Nach acht bis zwölf Stunden treten die ersten Symptome auf. Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall sind die Folge. Für ein Auspumpen des Magens ist es dann bereits zu spät.
Leberversagen nach vier bis sechs Tagen: Nach etwa drei bis vier Tagen scheinen sich Patienten zu erholen, doch nach etwa zwei weiteren Tagen kommt es zu Leberversagen. Denn nach etwa vier bis sechs Tagen tritt die Wirkung der tödlichen Amatoxine ein.
Die Symptome in dieser zweiten Vergiftungsphase sind neben Leber- auch Nierenversagen sowie innere Blutungen und Gelbsucht. In diesem Stadium ist die einzige Rettung eine Lebertransplantation.
Tod nach etwa zehn Tagen: Ohne Behandlung tritt nach etwa zehn Tagen nach dem Verzehr der Tod ein. Rund 90 Prozent der Pilzvergiftungen mit Todesfolge sind auf den Grünen Knollenblätterpilz zurückzuführen.
Sicherheitshinweise für Pilzesammler
Achtung: Der Knollenblätterpilz kann leicht mit Speisepilzen wie dem Champignon verwechselt werden. Ernten Sie deshalb Pilze nur, wenn Sie absolut sicher sind, dass es sich um die gewünschten, essbaren Pilze handelt! Nach der Ernte sollten Sie die gesammelten Pilze unbedingt von einem Sachverständigen prüfen lassen.
Verspeisen Sie Ihre gesammelten Pilze erst nach der Expertenprüfung. Die Pilzexperten der Deutschen Gesellschaft für Mykologie stellen auf ihrer Homepage eine Liste aller zertifizierten Pilzsachverständigen bereit. So können Sie ganz einfach einen kompetenten Ansprechpartner in Ihrer Nähe finden.










