Zu Zusammenarbeit mit der AfD gedrängt?
Bundesregierung bestätigt Treffen von Merz und Döpfner
Aktualisiert am 03.07.2026 – 18:37 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Chef des Springer-Verlags soll den Kanzler zur Aufgabe der „Brandmauer“ gedrängt haben. Berichte über die Inhalte des Treffens dementiert die Regierung.
Die Bundesregierung hat ein Treffen zwischen Kanzler Friedrich Merz (CDU) und dem Chef des Axel-Springer-Verlags, Mathias Döpfner, nun offiziell bestätigt. Dieses habe im Frühjahr 2026 stattgefunden und sei der einzige Termin in dieser Amtszeit gewesen, sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius am Freitag in Berlin auf Nachfrage der Nachrichtenagentur dts.
Es sei Vertraulichkeit über Gesprächsinhalte vereinbart worden, die Wiedergabe des Gesprächs in den Medien sei „nicht korrekt“, sagte Kornelius laut dts. Das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) hatte kürzlich in einem Podcast berichtet, dass Döpfner den Kanzler zu einer Zusammenarbeit mit der AfD und zu einem Einreißen der Brandmauer gedrängt habe. Merz habe das Gespräch daraufhin abrupt beendet und den Raum verlassen mit den Worten „Nur über meine Leiche“, heißt es. Döpfner habe ihm daraufhin hinterhergerufen: „Das werden Sie noch bereuen.“
Kornelius bestreitet Zusammenhang mit Döpfner-Treffen
Sowohl die Bundesregierung als auch der Springer-Verlag haben diese Darstellung dementiert. Merz hatte im Frühjahr nach einer CDU-Vorstandssitzung gesagt, er werde, „auch wenn ich mittlerweile sogar aus einzelnen Verlagshäusern dazu aufgefordert werde, eine andere Mehrheit im Bundestag nicht suchen“. Dazu sagte Regierungssprecher Kornelius am Freitag, es gebe „keinen Zusammenhang“ zwischen dieser Aussage des Kanzlers und dem Treffen mit Döpfner.
Merz habe sich vielmehr auf die „vielfältigen Medienbeiträge aus sehr vielen Verlagshäusern“ bezogen, wonach ein Wunsch nach einer Lockerung oder einer Veränderung der Brandmauerpolitik bestehe. „Und er hat diesem Wunsch entsprechend seiner politischen Position widersprochen“, so Kornelius über die Äußerungen des Kanzlers. Bereits am Mittwoch sprach der stellvertretende Regierungssprecher Hille von „absurden Gerüchten“.











