Im Pride Month
Fans wettern gegen Treffen von Königin Camilla mit J.K. Rowling
01.07.2026 – 11:46 UhrLesedauer: 2 Min.
Camilla zeigt sich auf einem neuen Foto Seite an Seite mit der heute umstrittenen „Harry Potter“-Autorin J.K. Rowling. Besonders der Zeitpunkt löst Wirbel aus.
Scharfe Kritik an Camilla. Die britische Königin hat J.K. Rowling, Autorin der „Harry Potter“-Erfolgsreihe, im Holyrood Palace in Edinburgh getroffen. Ihr Austausch fand zum Auftakt der schottischen Royal Week statt, jedoch auch zum Beginn des Pide Month – dem Aktionsmonat der queeren Community für mehr Sichtbarkeit und gegen Diskriminierung. Das löst Diskussionen aus.
Camilla veröffentlichte am Dienstag ein Bild mit Rowling auf Instagram. Dazu erklärte die Royal, sie beiden teilten ihre Leidenschaft für Bücher. Ihr Treffen habe zudem wegen ihres „starken Engagements für das Lesevergnügen von Kindern“ stattgefunden.
Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen Instagram-Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren Instagram-Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.
„Ihre Majestät und Frau Rowling sprachen darüber, wie wichtig es ist, jungen Menschen den Zugang zu Büchern zu ermöglichen, und welche entscheidende Rolle das Lesen dabei spielt, künftigen Generationen neue Perspektiven zu eröffnen“, heißt es in dem Beitrag, der polarisiert.
„Im Pride Month. Im Ernst?“
Einige Fans kommentierten den Post zwar mit bewundernden Worten und bezeichneten Camilla und Rowling als „zwei bemerkenswerte und inspirierende Frauen“ – mehrheitlich findet sich jedoch Kritik an dem Treffen sowie dessen Zeitpunkt. „Während des Pride Month ist eine Ansage“ und „Im Pride Month. Im Ernst? Das PR-Team hat dich dabei wirklich im Stich gelassen“, schrieben die User. Grund sind vergangene Aussagen der Schriftstellerin, die Kritiker als transfeindlich verstehen.
In einem Kommentar heißt es deshalb: „Ich bin tief enttäuscht, dass [die Königin, Anm. d. Red.] JKR eine Plattform gibt, egal in welchem Monat, aber besonders während des Pride Month.“ Es gebe viele andere „bewunderbare Individuen“, die das Lesen für Kinder und junge Menschen unterstützten. „Trans-Rechte sind Menschenrechte“, schrieb zudem ein weiterer Follower. Viele User posteten die Transgender-Flagge unter dem Beitrag.
Ein User bemängelt dagegen Doppelmoral und kommentierte: „J.K. Rowling hat genauso viel Anspruch auf ihre Meinung wie jeder andere. Jeder, der so tut, als wäre sie wertlos, nur weil sie nicht mit Ihrem Lebensstil übereinstimmt, sollte sich lang und gründlich im Spiegel anschauen.“ Die Autorin habe „nie gesagt, dass sie jemanden hasst, sie hat gesagt, dass sie mit bestimmten Ideen und Lebensstilen nicht einverstanden ist“.
J.K. Rowling hatte in den vergangenen Jahren vermehrt in der Debatte um Geschlechtsidentität mitgemischt. Sie scherzte etwa über Begriffe wie „menstruierende Personen“ und sprach sich im Rahmen eines UK-Gleichstellungsgesetzes für eine Quote aus, die trans Frauen ausschließt. Kritiker werfen der Schriftstellerin unter anderem deshalb Feindlichkeit gegenüber trans Personen, also Menschen, die sich nicht mit dem ihnen bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht identifizieren, vor. Die Autorin selbst versteht sich dagegen als Verfechterin feministischer Werte, die sie durch trans Rechte gefährdet sieht.











