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Home » Greenpeace-Boot nähert sich Tanker – russische Fregatte greift ein
Politik

Greenpeace-Boot nähert sich Tanker – russische Fregatte greift ein

MitarbeiterBy MitarbeiterJuni 30, 2026
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Greenpeace-Boot nähert sich Tanker – russische Fregatte greift ein

Bei Protestaktion

Greenpeace-Boot nähert sich Tanker – Russen-Fregatte greift ein

30.06.2026 – 18:51 UhrLesedauer: 2 Min.

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Die „Soobrazitelny“: Die Fregatte soll sich den Aktivisten genähert haben. (Quelle: By Ad Meskens – Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=74264218)

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Russische Schattenflotten-Tanker meiden zunehmend die schwedische Küste – und fahren stattdessen entlang der deutschen Ostseeküste. Bei einer Protestaktion vor Fehmarn griff eine russische Fregatte ein.

Mutmaßliche Schiffe der russischen Schattenflotte fahren nach Angaben von Greenpeace zunehmend entlang der deutschen Ostseeküste – weil Schweden seine eigenen Küsten besser schützt. Bei einer Protestaktion vor Fehmarn kam es am Dienstag zu einem Zwischenfall mit einer russischen Fregatte, die einen Öltanker eskortierte. Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Nach einer Auswertung von Greenpeace wählten zwischen dem 6. März und dem 16. Juni 42 von insgesamt 136 beobachteten Tankern eine längere Route nahe der deutschen Küste entlang Rügens. Im gleichen Vorjahreszeitraum sei kein entsprechender Fall registriert worden.

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Protest vor Fehmarn

Vor diesem Hintergrund protestierte Greenpeace am Dienstag vor Fehmarn gegen die sogenannte Schattenflotte. Mehrere Aktivisten näherten sich mit Schlauchbooten dem Tanker „Kira K“, um Banner zu zeigen und die Aktion zu dokumentieren.

Während des Protests lief auch das Einsatzschiff „Bayreuth“ der Bundespolizei aus. Die Beamten forderten die Aktivisten nach Angaben von Greenpeace über Funk auf, den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand zum Tanker einzuhalten.

Kurz darauf näherte sich die russische Fregatte „Soobrazitelny“ dem Tanker. Nach Angaben von Greenpeace eskortierte das Kriegsschiff den Tanker anschließend durch den Fehmarnbelt. Zu einer Konfrontation kam es nicht.

Greenpeace fordert seit Längerem ein entschlosseneres Vorgehen Deutschlands gegen die sogenannte Schattenflotte. Meeresbiologe Thilo Maack erklärte, Schweden zeige, wie gegen falsch beflaggte und mutmaßlich nicht ausreichend versicherte Tanker vorgegangen werden könne. Greenpeace habe deutsche Behörden wiederholt auf entsprechende Schiffe hingewiesen, Kontrollen seien jedoch ausgeblieben.

Greenpeace fordert schärfere Kontrollen

Das Bundesfinanzministerium wollte die von Greenpeace vorgelegten Zahlen auf Anfrage nicht bestätigen. Man wisse nicht, welche Schiffe die Organisation zur Schattenflotte zähle, erklärte ein Sprecher. Grundsätzlich gelte auch in der deutschen Zwölf-Meilen-Zone das im Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen verankerte Recht auf friedliche Durchfahrt. Maßnahmen gegen einzelne Schiffe könnten nur erfolgen, wenn die völkerrechtlichen Voraussetzungen erfüllt seien.

Zu konkreten Einsätzen äußerten sich weder das Bundesfinanzministerium noch die Bundespolizei und verwiesen auf sicherheits- beziehungsweise einsatztaktische Gründe.

Greenpeace warnt zudem vor den Umweltrisiken der sogenannten Schattenflotte. Die Organisation bezeichnet die häufig älteren Tanker als schlecht gewartet und teilweise unzureichend versichert. Russland soll sie nutzen, um westliche Sanktionen beim Export von Erdöl zu umgehen.

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