Eine Szene verärgert ihn besonders
„Ein Witz“: Nagelsmann hadert mit Schiri-Entscheidung
30.06.2026 – 03:29 UhrLesedauer: 2 Min.
Julian Nagelsmann sucht nach dem überraschenden WM-Aus Erklärungen. Dabei beschwert er sich auch über den Schiedsrichter.
3:4 im Elfmeterschießen, das überraschende WM-Aus gegen Paraguay ist ein Schock für die deutsche Nationalmannschaft. Das gilt für eine ganze Fußballnation, im Einzelnen aber auch für Julian Nagelsmann. Unmittelbar nach dem Schlusspfiff saß er mit gesenktem Kopf wie versteinert auf der Bank. „Nichts“ sei ihm dabei durch den Kopf gegangen, sagte er bei MagentaTV. Umso mehr Worte fand der Bundestrainer für das aberkannte Tor seines Teams.
Der Treffer von Jonathan Tah in der 102. Minute sei „ein reguläres Tor“ gewesen, wie Nagelsmann befand. „Es ist ein Witz, dass er das abpfeift. Keine Ahnung, was er da sieht“, legte er deutlich in Richtung des Schiedsrichters Jalal Jayed nach. Dieser hatte sich nach Einschalten des VAR die Wiederholungen angeschaut – und dabei nach eigenem Empfinden ein Foul von Waldemar Anton an Paraguays Schlussmann erkannt. Im ZDF legte der Bundestrainer nach: „Das ist nicht nur ein Skandal, das ist ein Vollskandal.“
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Unabhängig von der umstrittenen Entscheidung sah der Bundestrainer „ein paar Erklärungsansätze“ für das WM-Aus. „Unser Ballbesitz war insgesamt sehr langsam“, kritisierte der Coach. „Wir hatten die Kontrolle, aber es hat der Punch gefehlt.“
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Trotz der Mängel im eigenen Spiel hielt Nagelsmann fest: „Am Ende musst du trotzdem gegen Paraguay gewinnen. Das ist am Ende zu wenig.“ Zumal er seine Mannschaft in den vergangenen Tagen noch mit vollem Fokus wahrgenommen hat. „Im Training war nicht der Schlendrian drin“, betonte Nagelsmann.
„Es war mehr drin“, resümierte er ernüchtert. Nagelsmann schloss mit ein paar Worten an die deutschen Anhänger: „Die Stimmung der deutschen Fans hier im Stadion war top. Sie haben nie gepfiffen, uns immer unterstützt und bis in die letzte Minute versucht, uns nach vorne zu peitschen. Großes Kompliment! Wir hätten gerne den einen oder anderen Biergarten-Abend mehr beschert.“










