Digitale Währungen im Alltag
So funktionieren Krypto-Kreditkarten
Aktualisiert am 21.07.2025Lesedauer: 4 Min.

Mit Krypto-Kreditkarten können Nutzer ihre digitalen Währungen im Alltag verwenden. Was Krypto-Kreditkarten können, wer sie braucht – und wer nicht.
In den vergangenen Jahren haben Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum und andere digitale Währungen zunehmend an Bedeutung gewonnen. Viele Menschen investieren darin, um ihr Portfolio zu diversifizieren, sich von Inflation oder Währungsschwankungen unabhängiger zu machen oder einfach, um am allgemeinen Hype teilzuhaben. Doch wie lassen sich diese digitalen Werte im täglichen Leben nutzen? Eine Antwort darauf bieten sogenannte Krypto-Kreditkarten.
Was sind Krypto-Kreditkarten und wie funktionieren sie?
Krypto-Kreditkarten, die bei einigen Anbietern auch als Debitkarte genutzt werden können, ermöglichen es Ihnen, mit Ihren Kryptowährungen bei Händlern und Dienstleistern zu bezahlen. Diese Karten sind in der Regel mit Ihrer Krypto-Wallet verbunden. Bei einer Zahlung wird der entsprechende Betrag Ihrer Kryptowährung in Echtzeit in die lokale sogenannte Fiat-Währung (also die „harte“ Währung, etwa Euro) umgewandelt und an den Händler überwiesen.
- Debitkarte versus Kreditkarte: Wo liegen die Unterschiede?
Für den Händler sieht die Transaktion aus wie eine normale Kartenzahlung, die in Euro oder einer anderen Landeswährung erfolgt. Er akzeptiert also keine Krypto-Münzen, sondern eine reguläre Kartenzahlung über Visa oder Mastercard, und benötigt somit auch keine Krypto-Infrastruktur.
Die eigentliche Umwandlung geschieht im Hintergrund durch den Kartenaussteller. Solange der Händler Visa oder Mastercard annimmt, kann die Zahlung überall dort mit einer Krypto-Kreditkarte funktionieren, wo auch herkömmliche Kredit- oder Debitkarten akzeptiert werden.
Wo können Sie eine Krypto-Kreditkarte beantragen?
Mehrere Anbieter stellen Krypto-Kreditkarten für deutsche Nutzer bereit. Unternehmen wie Coinbase, Bitpanda, Crypto.com oder Nexo bieten ihre Karten auch in Deutschland an. Es ist jedoch wichtig, die jeweiligen Bedingungen und Gebühren der Anbieter zu prüfen und sicherzustellen, dass sie den deutschen Regulierungsstandards entsprechen.
- Coinbase: Diese Plattform bietet eine Visa-Karte an, die direkt mit Ihrem Coinbase-Konto verbunden ist. Hier können Sie auswählen, welche Kryptowährung Sie für Zahlungen verwenden wollen. Es fallen jedoch Umrechnungsgebühren an.
- Bitpanda: Das Unternehmen aus Österreich hat sich auf den Handel mit Krypto-Assets spezialisiert. Bitpanda bietet eine eigene Visa-Debitkarte an, mit der Nutzer Kryptowährungen in Echtzeit ausgeben können. Die Karte ermöglicht weltweite Transaktionen und hat eine Cashback-Funktion.
- Crypto.com: Dieses Unternehmen bietet verschiedene Kartenmodelle mit unterschiedlichen Vorteilen an, darunter Cashback und kostenlose Abhebungen. Die Karten sind mit Ihrem Crypto.com-Konto verknüpft und unterstützen mehrere Kryptowährungen.
- Nexo: Der Krypto-Finanzdienstleister aus Großbritannien bietet neben verzinsten Krypto-Sparkonten auch eine Mastercard-Kreditkarte an. Mit der Nexo-Card können Nutzer ihre Kryptobestände als Sicherheit hinterlegen und in Fiat-Währungen zahlen. Nexo verspricht seinen Kunden außerdem, zwischen den Funktionen „Kreditkarte“ und „Debitkarte“ mit nur einem Klick zu wechseln. Zudem gibt es bis zu zwei Prozent Cashback in Bitcoin oder dem firmeneigenen Nexo-Token.
Was ist anders im Vergleich zur klassischen Kreditkarte?
Der Unterschied zur klassischen Kreditkarte besteht darin, dass Sie bei der Krypto-Kreditkarte Ihr vorhandenes Guthaben aus Ihrem Kryptowährungsdepot nutzen. Wenn Sie beispielsweise Bitcoin- oder Ethereum-Anteile besitzen, entspricht jeder Anteil der Kryptowährung je nach Kurs einem entsprechenden Euro-Betrag. Bei einer Transaktion wird der entsprechende Krypto-Betrag sofort in die im jeweiligen Land gültige Fiat-Währung umgewandelt und vom Guthaben abgezogen.
Bei den meisten Krypto-Kreditkarten können Sie vor der Zahlung auswählen, mit welcher Kryptowährung Sie bezahlen wollen. Wenn die Funktion verfügbar ist, können Sie dies in der App des Anbieters einstellen. Dort können Sie auch das Standard-Zahlungskonto festlegen, also ob Bitcoin, Ethereum oder eine andere Kryptowährung genutzt werden soll.
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