Hilfreiche Maßnahmen
Kreislaufprobleme – was tun?
Aktualisiert am 25.06.2026 – 12:57 UhrLesedauer: 4 Min.
Kreislaufprobleme sind lästig und können zu einer ernsten Belastung werden. Wir erklären, was dann zu tun ist und was oft schnell gegen die Symptome hilft.
Wer über Kreislaufprobleme klagt, meint damit in der Regel Beschwerden wie Schwindel, Benommenheit und Schwarzsehen. Diese weisen häufig, aber nicht immer, auf einen zu niedrigen Blutdruck hin.
Aufgrund der Schwerkraft wirkt sich dieser typischerweise als Erstes auf die höchste Körperstelle aus, den Kopf. Wird das Gehirn unzureichend durchblutet, erhält es nicht ausreichend Sauerstoff und Nährstoffe. So lassen sich die erwähnten Symptome erklären. Da bei niedrigem Blutdruck meist auch andere Körperregionen schwächer durchblutet werden, treten meist verschiedene körperliche Symptome hinzu, zum Beispiel kalte Füße.
Was tun bei Kreislaufproblemen?
Was bei Kreislaufproblemen zu tun ist, hängt von der Ursache ab. Sind die Symptome nur leicht ausgeprägt und wahrscheinlich auf vorübergehende äußere Einflüsse wie warmes Wetter und einen Mangel an Flüssigkeit zurückzuführen, helfen oft einfache Maßnahmen: zügig etwas trinken, einen schattigen Ort aufsuchen und für Kühlung sorgen.
Heftige Kreislaufprobleme hingegen können auf ein schwerwiegenderes gesundheitliches Problem hinweisen, zum Beispiel auf einen Hitzschlag, eine ausgeprägte Blutung oder eine außer Kontrolle geratene Infektion. Bei Bewusstseinsstörungen, Fieber, Desorientiertheit, Herzrasen, Krämpfen und/oder einem steifen Nacken ist es daher wichtig, sofort den Rettungsdienst (112) zu rufen.
Mildere Kreislaufprobleme, die nicht nur einmalig, sondern häufiger auftreten, gilt es ebenfalls ärztlich abzuklären, etwa im Rahmen eines Gespräches mit der Hausärztin oder dem Hausarzt.
Denn zum einen können Symptome wie Schwindel gerade für ältere Menschen zur Gefahr werden, weil sie Stürze begünstigen. Zum anderen sind ständige Kreislaufprobleme mitunter ein Anzeichen für ein gesundheitliches Problem, bei dem medizinische Maßnahmen nötig sind. Beispielsweise könnte eine Erkrankung dahinterstecken. Unter anderem können eine Unterfunktion der Schilddrüse oder der Nebennierenrinde (Morbus Addison) oder auch eine Anämie (Blutarmut) zu Kreislaufproblemen durch niedrigen Blutdruck führen.
Gelegentlich ruft auch die Einnahme gewisser Medikamente niedrigen Blutdruck hervor. In diesem Fall kann die Ärztin oder der Arzt eventuell ein anderes Präparat verordnen.
Kreislaufprobleme – was hilft sofort?
Oft hilft es, zügig etwas zu trinken. Etwa ein halber Liter Wasser innerhalb von zwei bis drei Minuten ist empfehlenswert. In der Regel erhöht sich der Blutdruck dadurch binnen weniger Minuten. Im besten Fall lassen die Kreislaufprobleme durch das schnelle Trinken also recht schnell nach. Der Effekt ist allerdings nicht von Dauer, sondern hält nur für etwa 30 bis 45 Minuten an.
Längerfristig können außerdem noch ein paar andere simple Tipps helfen:
- Da der Blutdruck nach üppigen Mahlzeiten sinkt, ist es für die Betroffenen besser, mehrere kleinere Portionen über den Tag verteilt zu essen.
- Alkohol gilt es lieber zu meiden oder in äußerst geringen Mengen zu trinken, weil er die Blutgefäße erweitert und den Blutdruck somit unmittelbar senkt. (Auf Dauer hingegen erhöht Alkohol das Risiko für Bluthochdruck.)
- Eine salzreichere Kost in Verbindung mit einer höheren Trinkmenge (zwei bis drei Liter täglich) kann niedrigem Blutdruck entgegenwirken: Salz bindet Wasser im Körper und erhöht das Blutvolumen in den Gefäßen – und somit den Druck, der in ihnen herrscht.
Welche dieser Maßnahmen im Einzelfall tatsächlich geeignet sind, kann jedoch nur eine Ärztin oder ein Arzt beurteilen. Das gilt insbesondere für die erhöhte Salz- und Flüssigkeitszufuhr: Für die meisten Menschen ist es gesünder, sparsam mit Salz umzugehen. Bei Bluthochdruck oder bestimmten anderen Erkrankungen kann ein Zuviel an Salz und/oder Flüssigkeit äußerst riskant sein.









