Überraschende Statistik
Diese niedersächsische Stadt hängt Berlin und München ab
13.06.2026 – 09:11 UhrLesedauer: 2 Min.
Deutschland ist Forschungsland, doch haben nur die Wenigsten auf dem Schirm, wo die Zentren liegen. Eines davon befindet sich in Niedersachsen. Hannover ist nicht gemeint.
Wer an Deutschlands Forschungszentren denkt, dem fallen meist Berlin, München oder Aachen ein. Doch eine Stadt in Niedersachsen spielt in einer ganz eigenen Liga: Braunschweig gehört zu den forschungsstärksten Regionen Europas.
Das zeigt eine Statistik des EU-Statistikamts Eurostat. Demnach fließt in der Region Braunschweig ein außergewöhnlich hoher Anteil der Wirtschaftsleistung in Forschung und Entwicklung. Über Jahre lag die Region europaweit an der Spitze, zeitweise wurden hier fast zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Forschung ausgegeben.
Braunschweig steht selten im Rampenlicht – hier ist das anders
„Die Zahlen untermauern die internationale Bedeutung, die unsere Region als Hotspot für Forschung und Entwicklung hat“, erklärte die Stadt Braunschweig bereits mit Verweis auf die Eurostat-Auswertung.
Für viele dürfte das überraschend sein. Braunschweig hat rund 250.000 Einwohner und steht selten im Rampenlicht der deutschen Wissenschaftspolitik. Gleichzeitig konzentrieren sich hier jedoch Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Hightech-Unternehmen wie kaum anderswo.

Allein in der Region arbeiten mehr als 17.000 Menschen in Forschung und Entwicklung. Die Wissenschaftlerdichte gehört bundesweit zur Spitze. Experten sprechen von einem europaweit einzigartigen Netzwerk aus Universitäten, Bundesinstituten und Unternehmen.
Zu den bekanntesten Einrichtungen zählen die Technische Universität Braunschweig, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB), mehrere Fraunhofer-Institute sowie der Forschungsflughafen. Dort wurde bereits 1990 die weltweit erste automatische satellitengestützte Flugzeuglandung durchgeführt.
Luftfahrt, Atomuhr und Co.: Projekte mit Strahlkraft
Auch bei Zukunftstechnologien mischt die Region regelmäßig vorne mit. Rund um autonomes Fahren, Luftfahrt, Mobilitätsforschung und Messtechnik entstehen Projekte, die weit über Niedersachsen hinaus Beachtung finden. Selbst die gesetzliche Uhrzeit Deutschlands wird von Atomuhren in Braunschweig vorgegeben.
Aktuell liegt die Region in neueren Eurostat-Auswertungen zwar nicht mehr unangefochten auf Platz eins Europas, gehört aber weiterhin zur Spitzengruppe der forschungsintensivsten Regionen des Kontinents. Im deutschen Vergleich rangiert sie seit Jahren ganz vorne.










