Spieler gehen aufeinander los
Streit nach der Relegation: „Komplett lächerlich“
27.05.2026 – 08:09 UhrLesedauer: 2 Min.
Schon das Hinspiel zwischen Essen und Fürth war hitzig. Das Rückspiel stand der Partie aber in nichts nach.
Die SpVgg Greuther Fürth hat es geschafft. Mit 2:0 besiegte das „Kleeblatt“ den Drittligisten Rot-Weiss Essen im Rückspiel der Zweitliga-Relegation und sicherte sich auf den letzten Drücker den Klassenerhalt. Die Partie zwischen den Franken und dem Klub aus dem Ruhrpott war hitzig. Gerade das Duell Ben Vincent Hüning (Essen) und Noel Futkeu (Fürth) hatte es in sich. Mehrfach ging es zwischen dem Fürther Torjäger und dem beinharten Essener Verteidiger zur Sache.
Schon im Hinspiel hatten sich die beiden nichts genommen, im Rückspiel wurde es noch intensiver. Hüning zufolge provozierte Futkeu allerdings am Dienstagabend nach seinem Treffer zum 1:0 in der 29. Minute unnötig.
„Für mich komplett daneben, komplett lächerlich, das geht einfach nicht“, schimpfte Hüning im TV-Sender Sky über den Zweitligatorschützenkönig. „Es ist einfach unsportlich.“ Gegenseitiger Respekt sei im Fußball „immer nötig und wichtig“. Futkeu selbst behielt seine Gedanken zunächst für sich. „Ich gehe nicht auf ihn ein, möchte ich nicht. Wir haben gewonnen, Klassenerhalt, fertig“, meinte Futkeu, der dann aber andeutete: „Er weiß genau, was er im Hinspiel gemacht hat. Die wissen genau, was sie im Hinspiel gemacht haben. Mehr brauche ich nicht sagen.“
Futkeu und Hüning waren aber nicht die Einzigen, die aneinandergerieten. Nach dem Abpfiff am gestrigen Dienstag kam es zu einer Rudelbildung. Der herbei gelaufene frühere Fürther Dickson Abiama stieß beispielsweise auch noch Gegenspieler Paul Will, der zu Boden fiel.
Entladen war der Frust bei den Essenern aber nicht. Zu groß war die Trauer aufgrund des verpassten Aufstiegs in die 2. Bundesliga. Ben Vincent Hüning fühlte sich „komplett leer“. Torwart Jakob Golz räumte ein: „Es tut unfassbar weh.“ Trainer Uwe Koschinat empfand aber auch viel Stolz: „RWE hat Eindruck in Deutschland hinterlassen. Das bleibt irgendwann, wenn der Schmerz vorbei ist.“











