Vor Krisensitzung der EU
Bundesregierung: Ceuta darf sich „nicht wiederholen“
03.08.2026 – 14:05 UhrLesedauer: 2 Min.
Zehntausende kamen in die spanische Exklave Ceuta – Dutzende starben beim Weg durch das Meer. Die Bundesregierung mahnt zu einer europäischen Reaktion.
Nach dem Massenansturm auf die spanische Exklave Ceuta dringt die Bundesregierung auf Konsequenzen. „Es geht natürlich darum, darüber zu sprechen, dass sich solche Dinge nicht wiederholen“, sagte Vizeregierungssprecher Sebastian Hille am Montag in Berlin mit Blick auf Beratungen der EU-Innenminister am Dienstag. Der Vorfall habe gezeigt, „wie volatil die Lage beim Thema Migration ist“.
„Es war wichtig, da schnell und klar und europäisch zu reagieren“, betonte Hille weiter. Es habe sich um „ein massives Vorkommnis“ gehandelt. Der Regierungssprecher begrüßte von Spanien eingeleitete Maßnahmen sowie die Bereitschaft Marokkos zur Rücknahme der nach Ceuta gekommenen Menschen. Dies habe zu einer Beruhigung der Lage geführt. Auch künftig seien „gemeinsame europäische Anstrengungen unerlässlich, um irreguläre Migration einzudämmen“.
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„Das Ganze kann und muss europäisch gelöst werden“
Zu konkreten Maßnahmen wollten sich Hille sowie das Bundesinnenministerium zunächst nicht äußern. Sie verwiesen auf die Gespräche auf EU-Ebene am Dienstag, die es abzuwarten gelte. „Das Ganze kann und muss europäisch gelöst werden“, betonte Hille aber. Er verwies dabei besonders auf den Schutz der EU-Außengrenzen.
Nach spanischen Angaben starben in den vergangenen Tagen 72 Menschen beim Versuch, Ceuta zu erreichen. Demnach gelangten mehr als 60.000 Migranten in die Exklave. Fast alle seien wieder nach Marokko zurückgeschickt worden. Die marokkanische Menschenrechtsorganisation AMDH sprach von „fast 130 Opfern“ und dutzenden Vermissten im Zuge der Geschehnisse in der an Marokko grenzenden spanischen Exklave. Sie forderte eine unabhängige Untersuchung.









