Fußball-Bundesliga
FC St. Pauli steigt ab
Aktualisiert am 16.05.2026 – 17:50 UhrLesedauer: 3 Min.
Drei Clubs, gleich viele Punkte, ein Abstiegsplatz zu viel. Am letzten Spieltag fiel die Entscheidung auf dem Rasen – und sie traf einen der beiden Hamburger Vereine besonders hart.
Der FC St. Pauli ist nach der Saison 2025/26 aus der Bundesliga abgestiegen. Die Hamburger verloren am letzten Spieltag gegen den VfL Wolfsburg mit 1:3 und rutschten auf den 18. Tabellenplatz. Die Wolfsburger retteten sich damit noch in die Relegation.
Vor 29.546 Zuschauern im ausverkauften Millerntor brachte Konstantinos Koulierakis die Wolfsburger in der 37. Minute in Führung. Nach der Pause gelang dem eingewechselten Abdoulie Ceesay in der 57. Minute der Ausgleich für St. Pauli. Ein Eigentor von Torwart Nikola Vasilj in der 64. Minute brachte die Vorentscheidung. Wolfsburgs Kapitän Christian Eriksen verschoss in der 77. Minute einen Handelfmeter an die Latte, ehe Dzenan Pejcinovic in der 80. Minute den Endstand herstellte.
Auch der 1. FC Heidenheim stieg ab. Die Heidenheimer verloren gegen Mainz 05 mit 0:2 und belegten als Tabellen-17. den zweiten Abstiegsplatz. Wolfsburg, Heidenheim und St. Pauli waren punktgleich in den letzten Spieltag gegangen.
Für den VfL geht es nun in der Relegation weiter: Am Donnerstag und Pfingstmontag trifft der Club auf den Drittplatzierten der 2. Bundesliga. Als mögliche Gegner kommen SV Elversberg, Hannover 96 oder der SC Paderborn infrage, die am Sonntag noch punktgleich um den direkten Aufstieg oder die Relegation kämpfen.
Abstieg von St. Pauli deutete sich an
Nach dem Schlusspfiff lagen und saßen die St. Pauli-Spieler erschöpft auf dem Rasen. Trainer Alexander Blessin versuchte sie zu trösten, während die Wolfsburger erleichtert feierten.
Überraschend kam der Abstieg nicht. Zwar waren die Hamburger punktgleich mit den Konkurrenten in den letzten Spieltag gegangen, doch Tordifferenz und Formkurve sprachen gegen sie. Mit der Niederlage gegen Wolfsburg blieben sie zum zehnten Mal in Folge ohne Sieg. Bereits in der Hinrunde hatten sie eine Serie von neun Niederlagen erlebt.
Mit 29 erzielten Toren stellte St. Pauli die schwächste Offensive der Liga. Ein Torjäger fehlte im Kader, und im Transferfenster im Winter wurde nicht nachgebessert. Auch die Abwehr hielt dem Vorjahresvergleich nicht stand: In der Saison 2024/25 kassierte der Club 41 Gegentore, in dieser Spielzeit waren es 18 mehr. Dazu kamen Verletzungsausfälle wichtiger Spieler, darunter Kapitän Jackson Irvine, der über mehrere Wochen fehlte.
Kapitän, Torwart und Abwehrchef können wechseln
Dass die Vereinsführung um Präsident Oke Göttlich und Sportchef Andreas Bornemann trotz der Negativserie an Trainer Blessin festhielt, war ungewöhnlich. Blessin selbst hatte vor dem vorletzten Spieltag gesagt: „Einen Abstiegskampf mitzuerleben, kostet extrem viel Kraft.“










