Comedian über Krankheit
„Hoffentlich werde ich dieser Sache Herr“
Aktualisiert am 11.05.2026 – 17:40 UhrLesedauer: 2 Min.
Torsten Sträter hatte sich aufgrund einer Erkrankung aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Nun spricht der Kabarettist über die vergangenen Monate.
Mitte April hatte Torsten Sträter öffentlich gemacht, warum zahlreiche seiner Auftritte ausfallen mussten. Auf seiner Homepage schrieb er: „Dummerweise ist es ein Tumor.“ Zudem verriet er, dass er sich seit Wochen in sehr engmaschiger und kompetenter Behandlung befinde. Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur spot on news hat sich der 59-Jährige nun ausführlicher zu seiner Erkrankung und dem Umgang damit geäußert.
Seine Diagnose nicht geheimzuhalten, sei ihm „ein bisschen“ schwergefallen. Er sagte: „Das scheint ja genauso stigmatisiert zu sein wie die Depressions-Sache. Dabei erwischt es statistisch gesehen fast jeden zweiten Menschen. Schon absurd.“ Sträter ist für seinen offenen Umgang mit seiner Depressionserkrankung bekannt, die er auch in seinen Programmen thematisiert.
- Auftritte verschoben: Torsten Sträter gibt Tumordiagnose bekannt
Auf die Frage nach seinem aktuellen Gesundheitszustand antwortete Sträter, er fühle sich schlicht „zufrieden“. Besonders habe es ihn belastet, seine Auftritte absagen zu müssen, was ihm „sehr schwer“ gefallen sei. Sträter sagte: „Ich empfinde das ja nicht als Arbeit.“ Die Bühne sei seine Leidenschaft. Auch deshalb habe er sich entschieden, seine Fans über die Gründe seiner Pause zu informieren. „Damit die hochgeschätzten Anhängerinnen und Anhänger meines Handwerks nicht denken: Was hat er denn? Eingewachsene Fußnägel?“, sagte er.
„Hoffentlich werde ich dieser Sache Herr“
Inzwischen steht Sträter wieder auf der Bühne. Besonders freue er sich darauf, „die Leute“ wiederzusehen. Dem fügte er an: „Hoffentlich werde ich dieser Sache Herr, rein emotional gesehen. Zum anderen freue ich mich auch darauf, wenn mir nach dem ersten Satz der zweite einfällt und danach der dritte, so bis 22:30 Uhr.“
Ab dem 14. Mai 2026 ist Torsten Sträter zudem wieder im Prime-Format „LOL – Last One Laughing“ zu sehen. Zum Zeitpunkt des Drehs war seine Tumorerkrankung noch nicht öffentlich bekannt gewesen.
Der Comedian und Autor ist seit 2018 Schirmherr der Deutschen Depressionsliga. Für ein TV-Gespräch über Depression mit seinem ebenfalls betroffenen Komiker-Kollegen Kurt Krömer wurde Sträter 2022 mit dem Grimme-Preis in der Kategorie Unterhaltung ausgezeichnet.











