Miese Qualität, fiese Fakes
WM-Trikot im Netz kaufen? So fallen Fans auf Abzocker rein
08.05.2026 – 12:48 UhrLesedauer: 2 Min.
Trikots zum Superschnäppchenpreis? Wer auf solche Deals setzt, handelt sich oft alles Mögliche ein – von Schadstoffen bis hin zu Zollproblemen. Worauf Fans achten müssen, bevor das Geld futsch ist.
Die Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko (11. Juni bis 19. Juli) wird für viele Fußballfans Anlass genug sein, sich das Trikot einer Nationalmannschaft zuzulegen oder eines zu verschenken. Wer sich dazu im Netz umschaut, sollte bei vermeintlichen Schnäppchen auf unbekannten Shop-Seiten aber aufpassen, warnt die Verbraucherzentrale Niedersachsen.
Denn die Trikotsuche im Netz führt über Suchmaschinen oder soziale Medien schnell zu unseriösen Onlineshops, die mit günstigen Preisen locken. Das können etwa Fakeshops sein, die keine Ware liefern. Hinzu kommen Shops, die entweder aus dem Nicht-EU-Ausland verschicken oder ihren Sitz direkt dort haben und minderwertige Fake-Ware verschicken.
- BSI warnt: Betrugswelle rollt auf Fußballfans zu
- Retourenfalle: Bei diesen Produkten gibt es kein Rückgaberecht
Schlechte Qualität, vielleicht sogar mit Schadstoffen
Bei den Nicht-EU-Shops ist der Kauf den Verbraucherschützern zufolge mit erheblichen Risiken verbunden. Die Trikots könnten von schlechter Qualität sein und Schadstoffe enthalten. Möglich seien obendrein Zollprobleme.
Gewährleistungsrechte, Rückgaben oder Erstattungen ließen sich bei vielen dieser Anbieter zudem kaum oder gar nicht durchsetzen. Einen wichtigen Hinweis darauf, ob grundlegende Standards wie Schadstofffreiheit und EU-Konformität gegeben sind, liefern die Herstellerangaben zum Produkt und die Angaben im Impressum der Shopseite.
Warnsignal: Fehlendes oder unvollständiges Impressum
Ist der Hersteller nicht in der EU ansässig, muss er im Impressum einen verantwortlichen Ansprechpartner innerhalb der EU benennen. Genau das ist bei vielen dieser Shops aber nicht der Fall.
Fazit der Verbraucherzentrale zu Nicht-EU-Shops: Ein fehlendes oder unvollständiges Impressum ist eines der wichtigsten Warnsignale.
So lassen sich Fakeshops enttarnen
Anders sieht es bei vielen Fakeshop-Seiten aus, die per Vorkasse abzocken und nie etwas verschicken. Sie machen sich erst einmal höchstens durch unglaubwürdig günstige Preise verdächtig, sind aber sonst auch auf den zweiten Blick kaum als Fakeshop zu erkennen.
Erhalten Sie Antworten aus Tausenden t-online-Artikeln.
Professionelle Gestaltung, viele Informationen, ein Impressum, allgemeine Geschäftsbedingungen und Kontaktangaben – alles gefälscht – geben zunächst keinen Anlass für Zweifel. Natürlich kann man den gefälschten Angaben – etwa im Impressum – durch Recherche im Netz auch selbst auf die Spur kommen.
Schneller und bequemer geht es aber etwa mit dem Fakeshop-Finder der Verbraucherzentralen. Das KI-gestützte Tool analysiert Seiten anhand verschiedener Faktoren und gibt dann eine Einschätzung ab – etwa „rotes Licht“, wenn es sich höchstwahrscheinlich um einen Fakeshop handelt.









