„Weltweit keine Möglichkeit bekannt“
Experten zerlegen Plan B für Wal Timmy
Aktualisiert am 01.05.2026 – 12:03 UhrLesedauer: 2 Min.
Die private Rettungsinitiative für Buckelwal Timmy bringt einen Plan B ins Spiel. Tierschützer widersprechen und sehen weltweit keine Möglichkeiten.
Die private Initiative zum Transport des wochenlang gestrandeten Buckelwals hat einen Plan B für den Fall ins Spiel gebracht, dass das Tier doch zu schwach sein sollte, um demnächst freigelassen zu werden. Es gebe Auffangstationen zum Aufpäppeln von Walen, hatte die Rechtsanwältin der privaten Rettungsinitiative, Constanze von der Meden, gesagt. Doch wäre das ein realistischer Plan?
Zwar gebe es in Europa verschiedene Auffangstationen für Kleinwale, erklärte die Tierschutzorganisation Whale and Dolphin Conservation (WDC). Aber: „Auffangstationen, die Kapazitäten für die Aufnahme eines Wals dieser Größe, geschweige denn Erfahrungen mit dem ‚Aufpäppeln‘ von Buckelwalen haben, sind uns weder in Europa noch weltweit bekannt.“ Allgemein würden Großwale nicht unter menschliche Obhut gebracht.
WDC sei generell überzeugt, dass Wale und Delfine ein Recht auf Freiheit hätten, jedoch hieß es von der Organisation weiter: „Wir unterstützen Auffangstationen für wildlebende Wale und Delfine, die in freier Natur allein nicht mehr überlebensfähig sind, ausdrücklich nicht.“
Im Video | Luft-Aufnahmen zeigen Wal-Transport
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Die Erfahrung zeigt demnach, dass eine anschließende Auswilderung in den meisten bekannten Fällen nicht möglich sei – den Tieren werde ein Leben in Gefangenschaft auferlegt. „In Gefangenschaft leiden Wale und Delfine erwiesenermaßen psychisch wie physisch.“ Ohnehin sei davon auszugehen, dass der geschwächte Buckelwal auch in einer Auffangstation keine langfristigen Überlebenschancen hätte.










