„Nullkommanull Konsequenzen“
Rewe-Chef: Iran-Krieg ohne Auswirkungen auf Lebensmittel
24.04.2026 – 10:26 UhrLesedauer: 1 Min.
Die Inflation in Deutschland ist zuletzt deutlich angestiegen. Allerdings sind die Auswirkungen auf die Supermärkte gering, betont Rewe-Chef Lionel Souque.
Laut Rewe-Vorstandschef Lionel Souque gibt durch den Iran-Krieg keine Preissteigerungen für Lebensmittel. In dem Bereich gebe es „bis jetzt nullkommanull Konsequenzen“, sagte er der „Welt“.
Vorerst gebe es auch keine Anzeichen, dass sich das ändere, erklärt Souque: „Wir haben zurzeit keine Forderung nach Preiserhöhungen auf dem Tisch seitens der Industrie.“ Die Situation sei nicht mit dem Ausbruch des Ukraine-Kriegs vergleichbar, da damals viele Rohstoffe wie Getreide oder Sonnenblumen betroffen waren. „Mit dem Rohstoffargument wird also keiner kommen können“, betont Souque.
Aktuell seien nur drei Rohstoffe betroffen: Safran, Pistazien und Rosinen. Diese seien für die deutschen Supermärkte aber nicht wesentlich, erklärt Souque.
Stärker sind hingegen Transport und Verpackung durch hohe Dieselpreise und Auswirkungen auf die energieintensive Herstellung von Papier, Aluminium und Plastik. Allerdings seien auch dort aktuell noch keine Auswirkungen im Supermarkt sichtbar. Es werde laut Souque noch etwas dauern, bis sich dort etwas verändere.
Aktuell liege die Inflation in den Rewe-Märkten bei einem Prozent. Dementsprechend gebe es momentan keine sinkende Nachfrage bei Lebensmitteln. Das werde sich aber wohl auch bei einem Preisanstieg nicht ändern, erklärt Souque: „Die Leute werden nicht weniger essen, sie werden vielleicht weiterhin, was schon der Trend ist, von Markenartikeln zu Eigenmarken wechseln und mehr in der Aktion kaufen.“











