Laura Karasek über ihre Krankheit
„Gummibärchen können literally mein Leben retten“
24.04.2026 – 04:29 UhrLesedauer: 2 Min.
Auf Instagram teilt Karasek persönliche Einblicke. Dabei wird auch eine große Herausforderung deutlich.
Moderatorin und Autorin Laura Karasek hat sich auf Instagram zu Wort gemeldet: Die gebürtige Hamburgerin lebt mit Diabetes und schildert, was das im Alltag bedeutet.
„Wenn ich in einem Fahrstuhl stecken bleibe – ohne Glukose –, kann ich sterben. Gummibärchen und Lakritzschnecken können literally mein Leben retten“, schreibt Karasek in ihrem Beitrag, der von mehreren Selfies begleitet wird. Und weiter: „Wenn ich für 10 Tage nicht an meine Medikamente käme, wäre ich tot.“
„Ein Organ babysitten, das eigentlich allein funktionieren sollte“
Karasek beschreibt Diabetes als „ironische Krankheit“: „Man soll ein Organ babysitten, das eigentlich allein und von selbst funktionieren sollte. Und all seine Aufgaben muss man jeden Tag übernehmen, 365 Tage im Jahr, jedes Jahr.“ Mit Organ meint Karasek die Bauchspeicheldrüse, die bei Diabetes kein oder zu wenig Insulin produziert.
Mit einem Vergleich bringt sie das Wesen der Erkrankung auf den Punkt: „Diabetes ist wie ein sehr kontrollierender Ex. Nur dass man leider zusammenbleiben muss.“
Körper als Feind – und als Komplize
Besonders persönlich wird Karasek, wenn sie über ihre innere Haltung gegenüber ihrer Erkrankung spricht: „Ich habe lange meinen Körper als Feind gesehen. Ihn bestrafen wollen. Aber ich will meinem Körper verzeihen, will ihn als Komplizen sehen. Er hat sich das schließlich auch nicht ausgesucht, vielleicht sollte ich ihm einfach dankbar sein.“
Auch die gesellschaftliche Dimension lässt Karasek nicht unerwähnt: Neben Arbeit und Kindern müssten alle Menschen Care-Arbeit, Selfcare-Arbeit und Beautycare-Arbeit leisten. „Bei mir und vielen chronisch Kranken kommt zusätzlich noch aufwändige Healthcare-Arbeit hinzu.“
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Ihr Post schließt mit einem klaren Bekenntnis: „Ich liebe mein Leben! Und ich werde immer für Gefühle, Lebendigkeit und Intensität kämpfen.“
Der Beitrag traf bei vielen Followern einen Nerv, besonders bei Menschen, die selbst mit Diabetes leben. „TD1-Warrior – ich lebe nun seit über 20 Jahren mit dem mist – und mittlerweile lebe ich damit statt dagegen. Wir sind stärker“, kommentierte eine Nutzerin. Ein anderer schrieb: „Dein Leben bereichert das unsere. Danke, Laura!“
Besonders bewegend: Ein Elternteil berichtete, dass das eigene Kind mit drei Jahren vor vier Monaten die Diagnose erhalten habe. „Da immer mehr Erwachsene es zeigen wie man damir klar kommt, zeigt es uns: Es ist machbar.“











