Streit in der Villa Borsig
Merz platzt wohl der Kragen – Klingbeil bekommt es zu spüren
Aktualisiert am 23.04.2026 – 15:57 UhrLesedauer: 1 Min.
Der Koalition stehen große Herausforderungen bei Reformen bevor. Nun ist dem Kanzler bei den Verhandlungen die Zündschnur gerissen.
Beim Koalitionsausschuss am vorvergangenen Sonntag ist es offenbar zu einem heftigen Streit zwischen Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) gekommen. Mehrere Teilnehmer bestätigten dem „Spiegel“, dass Merz bei dem Treffen in der Villa Borsig am Tegeler See in Berlin laut geworden ist. Einige beschrieben, er sei regelrecht aus der Haut gefahren.
Daraufhin wurden die Verhandlungen wohl unterbrochen und Kanzler und Vize zogen sich zu einem klärenden Vieraugengespräch zurück. Auslöser sollen unterschiedliche Erinnerungen an Absprachen im Vorfeld des Koalitionsgipfels gewesen sein. Unklar ist, ob sich der Streit inhaltlich an der Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne oder am Bundeshaushalt entfachte. Dazu wollten sich die Teilnehmer im Gespräch mit dem „Spiegel“ nicht äußern.
In der Koalition wächst damit die Sorge um den Zusammenhalt auf der Regierungsbank. Gerade in einer Phase, in der SPD und Union eigentlich gemeinsam ein Reformpaket mit historischem Ausmaß verabschieden wollen, endet das Treffen doch vor allem unter dem Eindruck, dass sich die Regierung bei zentralen Fragen nicht einig werden kann.










