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Home » Trumps Turm scheitert in Georgien
Politik

Trumps Turm scheitert in Georgien

MitarbeiterBy MitarbeiterApril 20, 2026
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Trumps Turm scheitert in Georgien

Wirbel in Georgien

Trumps Prestigeobjekt in Europa gestoppt


20.04.2026 – 15:08 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Der Trump-Tower in New York City: Er sollte einen Bruder in Georgien bekommen. (Quelle: IMAGO/imageBROKER/Helmut Meyer zur Cap)

Er sollte das „Monte Carlo des Kaukasus“ begründen: Der geplante Trump-Tower in Georgien sieht sich wachsender Kritik ausgesetzt.

Donald Trump plante in Georgien eine Ausweitung seines Prestigeprojekts der Trump-Tower. Doch nach Machtwechseln und wachsender Kritik an möglichen Interessenkonflikten des US-Präsidenten wurde der Bau nun endgültig gestoppt.

Schon lange vor seiner ersten Amtszeit als Präsident der Vereinigten Staaten war Donald Trump ein Immobilien-Mogul. Sein wohl bekanntestes Projekt ist der „Trump-Tower“, der zuerst in New York City errichtet und letztlich zum Wahrzeichen mit Standorten überall in den USA und darüber hinaus wurde. So sind beispielsweise in Dubai, Istanbul, auf den Philippinen und in Indien ebenfalls Trump-Tower zu finden. Eigentlich sollte es ein weiteres Exemplar in Georgien geben.

Im Jahr 2011 unterzeichnete die Trump Organization einen auf rund 300 Millionen US-Dollar geschätzten Deal mit der Silk Road Group, einem großen privaten Investmentunternehmen aus Georgien. Geplant war der Bau von zwei Trump-Türmen in Georgien – einer in Batumi, der andere in Tiflis. Letztlich wurde nur das Projekt in Batumi weiterverfolgt, der Turm in Tiflis wurde verworfen.

2012 reiste Donald Trump nach Georgien, um gemeinsam mit der Silk Road Group den Bau des 250 Millionen Dollar teuren Turms in Batumi anzukündigen. Den Standort pries er als das „Monte Carlo des Kaukasus“. Laut „Bloomberg“ war der Batumi-Turm Teil einer größeren Strategie Trumps, Geschäfte im postsowjetischen Raum auszubauen.

An Trumps Seite stand der damalige georgische Präsident Mikheil Saakashvili, ein persönlicher Freund Trumps und zentraler Unterstützer des Deals. Auch dieses Projekt geriet schließlich ins Stocken, nachdem Saakashvilis Partei 2012 die Parlamentswahl verlor. Sein Nachfolger Bidzina Ivanishvili kritisierte das Abkommen scharf und verfolgte es nicht weiter.

Nach Trumps erneutem Wahlsieg schien das festgefahrene Projekt in Georgien kurzzeitig wieder an Dynamik zu gewinnen. Damals wurde Kritik an möglichen Interessenskonflikten des US-Präsidenten in Bezug auf politische Entscheidungen hinsichtlich Georgien laut. Im Januar 2026 verkündeten die Trump Organization und die Silk Road Group gemeinsam das endgültige Aus für das Projekt „Trump Tower Batumi“. Silk-Road-Chef Giorgi Ramishvili deutete an, die Interessenkonflikte seien so offensichtlich gewesen, dass selbst das Trump-Team reagieren musste. Dieses äußerte sich nicht dazu.

Ein Blick in die Unterlagen zeigt: Laut Trumps Finanzoffenlegungen vom Juli 2015 und Mai 2016 – die nicht von Behörden überprüft wurden und daher unvollständig sein könnten – war er an zwei Firmen beteiligt, die mit dem Batumi-Projekt in Verbindung stehen. Trumps mögliche Interessenkonflikte in Georgien gehen über dieses Projekt hinaus. Das Land ist geopolitisch hoch relevant und ein wichtiger Knotenpunkt für Öl- und Gaspipelines nach Europa.

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