Bei Hamburg
Baby-Leiche in Mülltonne entdeckt
02.04.2026 – 00:47 UhrLesedauer: 2 Min.
Im Kreis Harburg wird ein toter Fötus in einer Mülltonne entdeckt. Ob das Kind gelebt hat, ist noch unklar – die Rechtsmedizin soll das nun klären.
Ein Hausbewohner hat am Abend in Vahrendorf im Kreis Harburg einen toten Fötus in einer Restmülltonne entdeckt. Die Polizei ermittelt – und hat bereits erste Hinweise auf die mögliche Mutter.
Es war ein Routinegriff, der zu einem Schockfund führte: Gegen 19.30 Uhr öffnete ein Bewohner eines Hauses in der Straße Heidbrache in Vahrendorf/Rosengarten im Kreis Harburg die neben dem Gebäude stehende Restmülltonne – und entdeckte darin einen Fötus. Der Mann verständigte den Rettungsdienst, ein Notarzt konnte jedoch nur noch den Tod des Kindes feststellen, wie die Polizeiinspektion Harburg mitteilte.
Wie alt das Kind war, ob es gelebt hat oder ob es überhaupt lebensfähig gewesen wäre – all das sei zum jetzigen Zeitpunkt noch offen, sagte Polizeisprecher Henning Flader in Buchholz. „All das wird nun morgen in einer rechtsmedizinischen Untersuchung beleuchtet werden“, erläuterte er. Auch eine Totgeburt sei demnach möglich. Der Leichnam sei verpackt gewesen. Worin, wollte der Sprecher aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen.
Die Polizei hat nach eigenen Angaben bereits erste Hinweise auf die mögliche Mutter des Kindes. Die Ermittlungen dazu stünden jedoch erst am Anfang, weshalb aus ermittlungstaktischen Gründen keine weiteren Informationen bekanntgegeben werden könnten.
Bei dem Haus, an dem die Mülltonne stand, handelt es sich laut einem Bericht eines dpa-Reporters vor Ort um ein großes, rotverklinkertes Einfamilienhaus, das etwas abseits liegt. Viele Autos hätten vor dem Gebäude gestanden, in einem Zimmer seien Luftballons an der Decke zu sehen gewesen.
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen und war noch am Abend vor Ort, um Spuren rund um den Fundort zu sichern. Der Fötus soll am Donnerstag rechtsmedizinisch untersucht werden.










