US-Verteidigungsminister unter Druck
Hegseth wollte wohl Insider-Handel starten
31.03.2026 – 15:54 UhrLesedauer: 2 Min.
Insider-Wissen für private Bereicherung: Der Börsenmakler des US-Verteidigungsministers soll vor Beginn des Iran-Kriegs versucht haben, in die Rüstungsindustrie zu investieren.
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth soll im Vorfeld des Iran-Kriegs versucht haben, seine Einblicke in die Politik für eine persönliche Investition in führende Rüstungsunternehmen zu nutzen. Die Zeitung „Financial Times“ berichtete am Dienstag, dass ein Börsenmakler Hegseths im Februar Kontakt mit der Investmentgesellschaft Blackrock aufgenommen habe. Der Finanzvermittler, der bei der Großbank Morgan Stanley arbeitet, habe demnach eine Investition in den iShares Defense Industrials Active ETF prüfen wollen – in Millionenhöhe.
Der ETF, der einen Vermögenswert von rund 3,1 Milliarden US-Dollar hat, enthält laut Blackrock-Daten unter anderem Unternehmen wie RTX, Lockheed Martin und Northrop Grumman als größte Positionen. Diese drei Unternehmen sind in der Rüstung, Technologie, Luft- und Raumfahrt sowie im Verteidigungssektor aktiv. Branchen also, die derzeit stark von der aktuellen geopolitischen Lage und den steigenden US-Verteidigungsausgaben im Hinblick auf den Krieg mit dem Iran profitieren.
Laut Daten des Finanzmarktinfrastrukturanbieters LSEG hat der Defense Industrials Active ETF im vergangenen Monat etwa 12,4 Prozent verloren, ungefähr in dem Zeitraum, in dem der Krieg im Iran begann. Die „Financial Times“ berichtete außerdem, dass die diskutierte Investition letztlich nicht zustande kam, da der Fonds zu diesem Zeitpunkt für Kunden von Morgan Stanley noch nicht verfügbar war. Ob der Börsenmakler anschließend eine andere Investitionsmöglichkeit im Verteidigungssektor fand, ist unklar.
Der Chefsprecher des Pentagons, Sean Parnell, wies den Bericht in einem Beitrag auf X zurück. Er bezeichnete ihn als „vollständig falsch und frei erfunden“ und forderte die „Financial Times“ auf, den Artikel zurückzuziehen. Parnell erklärte, weder Hegseth noch irgendeiner seiner Vertreter habe sich wegen einer solchen Investition an Blackrock gewandt. „Das ist ein weiterer haltloser, unehrlicher Angriff, der die Öffentlichkeit in die Irre führen soll“, fügte er hinzu.











